Der Trierer Bischof untersagt einem Priester seinen Dienst. (Symbolbild)
Nicolas Armer/dpa
Der Trierer Bischof untersagt einem Priester seinen Dienst. (Symbolbild)
Bistum Trier

Priester soll über eine halbe Million unterschlagen haben

Laut Bistum steckte der Geistliche auch Spendengelder ein. Juristisch sind die Taten verjährt.

Ein Priester im Bistum Trier soll mehr als eine halbe Million Euro unterschlagen haben. Der Pfarrer war 2024 rechtskräftig wegen Veruntreuung verurteilt worden, nachdem er in einer Pfarrgemeinde Geld unterschlagen hatte. Bei einer kirchlichen Revision stellte sich nun heraus, dass er wohl deutlich früher und tiefer in die Kirchenkassen gegriffen hat, als bislang bekannt war. Das Bistum bezifferte den Gesamtschaden auf rund 579.000 Euro. 

Zu den Geschädigten gehören laut Bistum nicht nur Kirchengemeinden, sondern auch externe Gruppierungen wie etwa Hilfswerke. Unter anderem habe der Priester Spendengelder in Höhe von rund 217.000 Euro unterschlagen. Laut SWR soll er das Geld für schnelle Autos und teure Urlaube ausgegeben haben. 

«Die Ergebnisse der Untersuchung der Revision haben die Verantwortlichen im Bistum an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Diese hat mitgeteilt, dass die Ermittlungen wegen Verjährung wieder eingestellt wurden», berichtete das Bistum. 

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat dem Priester die Ausübung des Dienstes untersagt, ihn von seinen Aufgaben entbunden und freigestellt. Eine kirchenrechtliche Voruntersuchung laufe. Die Kontrollmechanismen würden überprüft. Der Priester komme den Verpflichtungen zur Rückzahlung nach und habe Privatinsolvenz angemeldet. Er habe nun «eine administrative Aufgabe außerhalb der Pastoral».

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