Pflegeheimbewohner in Rheinland-Pfalz müssen mehr zahlen
Der Eigenanteil für einen Pflegeheimplatz ist auch in Rheinland-Pfalz weiter gestiegen. Binnen eines Jahres erhöhte er sich um fast 240 Euro.
Der Eigenanteil für einen Pflegeheimplatz ist auch in Rheinland-Pfalz weiter gestiegen. Binnen eines Jahres erhöhte er sich um fast 240 Euro.
Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner in Rheinland-Pfalz müssen für ihren Heimplatz erneut tiefer in die Tasche greifen. Zum 1. Juli lag der Eigenanteil im ersten Jahr des Heimaufenthalts nach einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) bei durchschnittlich 3.289 Euro. Das waren 67 Euro mehr als zu Jahresbeginn und 238 Euro mehr als ein Jahr zuvor, wie aus Daten hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.
In den Beträgen ist ein Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten, da die Pflegeversicherung anders als die Krankenversicherung nur einen Teil der Kosten trägt. Außerdem umfassen die Summen noch Zahlungen für Unterkunft und Verpflegung, Investitionen in den Einrichtungen und Umlagen für Ausbildungskosten.
Eigenanteil in Rheinland-Pfalz etwas unter dem Bundesschnitt
Im Bundesdurchschnitt lag der von den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst zu zahlende Anteil zum 1. Juli bei 3.364 Euro im Monat. Die Unterschiede zwischen den Ländern sind groß. Am höchsten war die monatliche Belastung im ersten Heimjahr zum gleichen Stichtag in Bremen mit durchschnittlich 3.761 Euro. Am niedrigsten lag sie in Sachsen-Anhalt mit 2.891 Euro.
Die Gesamtbelastung hängt von der Aufenthaltsdauer im Heim ab, weil sich danach die Entlastungszuschläge der Pflegekassen richten. Der Eigenanteil für die reine Pflege sinkt im ersten Jahr um 15 Prozent, im zweiten um 30 Prozent, im dritten um 50 Prozent und ab dem vierten Jahr um 75 Prozent. Auch mit dem höchsten Zuschlag stieg die Gesamtbelastung in Rheinland-Pfalz ab dem vierten Jahr nun im Schnitt auf 2.230 Euro. Das waren 110 Euro mehr als zum 1. Juli 2025.
Ausgewertet wurden Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen mit Heimen in allen Ländern. Zum Ersatzkassenverband gehören etwa die Techniker Krankenkasse, die Barmer und die DAK-Gesundheit.
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