Ökologische Gefahr? Invasive Stauden-Lupine breitet sich aus
Blau-violett leuchtend, aber mit Folgen: Die Stauden-Lupine bedroht in der Eifel artenreiche Magerwiesen. Warum ihre Ausbreitung für Wildblumen zur Gefahr wird.
Blau-violett leuchtend, aber mit Folgen: Die Stauden-Lupine bedroht in der Eifel artenreiche Magerwiesen. Warum ihre Ausbreitung für Wildblumen zur Gefahr wird.
Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Stauden-Lupine breitet sich in der Eifel in der freien Landschaft vielerorts unkontrolliert aus: «Was im Garten attraktiv wirkt, stellt in der freien Landschaft jedoch eine erhebliche ökologische Gefahr dar», teilte die Untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm mit.
Von der Ausbreitung besonders betroffen sind demnach artenreiche Magerwiesen und -weiden. Im Eifelkreis zählten dazu die Lebensräume auf dem Mohrweiler Plateau oberhalb von Kyllburg. «Dort gefährdet die Stauden-Lupine zunehmend die verbliebenen artenreichen Magergrünlandflächen», hieß es. Um diese zu schützen, müsse eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Heimische Pflanzenarten werden verdrängt
Die Vielblättrige Lupine, auch Stauden-Lupine genannt, ist eine beliebte Zierpflanze. Von Mai bis September trägt sie auffällige blaue bis violette Blüten und wird bis zu 1,50 Meter hoch.
Die Pflanze wurde demnach im 19. Jahrhundert als «Zier- und Bodenverbesserungspflanze» nach Europa eingeführt. Durch ihre Fähigkeit, Stickstoff im Boden anzureichern, sowie ihre starke Vermehrung über Samen und Ausläufer verdränge sie zunehmend heimische Pflanzenarten.
Eine einzelne Pflanze könne bis zu 2.000 Samen pro Jahr produzieren. «Besonders blütenreiche Kräuter und Wildblumen haben gegenüber der konkurrenzstarken Stauden-Lupine kaum eine Chance», hieß es.
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