Neues Spezialgerät zum Schutz von Kulturschätzen
Bei Überflutungen oder Bränden kann wertvolles Kulturgut binnen kurzer Zeit verloren gehen. Um das zu verhindern, tun sich Kultureinrichtungen zusammen - und nun gibt es besondere Ausrüstung.
Bei Überflutungen oder Bränden kann wertvolles Kulturgut binnen kurzer Zeit verloren gehen. Um das zu verhindern, tun sich Kultureinrichtungen zusammen - und nun gibt es besondere Ausrüstung.
Besondere Geräte und spezielle Ausrüstung sollen in Rheinland-Pfalz für einen besseren Schutz von Kulturgütern vor Wasser und Flammen sorgen. Es geht darum, Gemälde, Dokumente oder andere kulturell wichtige Gegenstände im Katastrophenfall komplett zu retten oder zumindest bestmöglich zu bewahren.
Das Land hat dafür drei Ausrüstungssätze finanziert. Ein erster Satz wurde nun der Berufsfeuerwehr in Mainz übergeben, die ihn lagert und wartet. Dazu gehören unter anderem Gitterwagen, Räumwerkzeuge, Beleuchtung, Verpackungsmaterialien, ein Nass-Sauger und ein Notstromaggregat.
Notfallverbünde unterstützen sich gegenseitig
Im Ernstfall wird die Ausrüstung dem Notfallverbund Mainz bereitgestellt, einer Art Zusammenschluss von Kultureinrichtungen zur gegenseitigen Unterstützung im Ernstfall. Teil des Mainzer Notfallverbundes sind etwa das Dom- und Diözesanmuseum, das Kabarettarchiv, das Gutenberg-Museum oder das Landesmuseum in Mainz. Weitere solcher Notfallverbünde gibt es im Land in Speyer und Trier, auch sie bekommen solch eine Ausrüstung.
Die trage dazu bei, gefährdete Kulturgüter im Ernstfall schnell und fachgerecht bergen und erstversorgen zu können, sagte Kulturministerin Katharina Binz (Grüne) in Mainz. «Die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe im Ahrtal haben uns deutlich vor Augen geführt, wie verletzlich unser kulturelles Erbe ist.»
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