Neues Schwarmkraftwerk im Rhein soll Strom erzeugen
Strom aus dem Rhein: Fast lautlos liefern schwimmende Mini-Kraftwerke Energie – und sollen weder Fischen noch Anwohnern schaden. In Rheinland-Pfalz entsteht nun die erste größere Anlage dieser Art.
Strom aus dem Rhein: Fast lautlos liefern schwimmende Mini-Kraftwerke Energie – und sollen weder Fischen noch Anwohnern schaden. In Rheinland-Pfalz entsteht nun die erste größere Anlage dieser Art.
Ein Strömungskraftwerk im Mittelrhein bei Sankt Goar soll künftig Strom für mehrere hundert Haushalte produzieren. Die schwimmenden Mini-Kraftwerke, deren Rotoren durch die Fließgeschwindigkeit in einem Nebenarm des Rheins angetrieben werden, sind nach Angaben des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums fast geräuschlos und werden im Flussbett verankert. Sie könnten Tag und Nacht Elektrizität erzeugen, der an Land in das Stromnetz eingespeist wird. «Mit Strömungsgeschwindigkeiten von 1,5 bis 2 Metern pro Sekunde bietet der Rhein in diesem Abschnitt die idealen Bedingungen für ein Schwarmkraftwerk.»
Die Technik komme erstmals in Rheinland-Pfalz zum Einsatz. Drei der Kraftwerke der Firma Energyminer sind bereits eingesetzt, das Ministerium gab nun grünes Licht für insgesamt bis zu 124 schwimmende Mini-Kraftwerke im Rhein. 100 von ihnen könnten 1,5 Gigawattstunden Strom erzeugen und so 400 bis 500 Vier-Personen-Haushalte versorgen.
Für Fische im Rhein sollen sie laut einer Studie der TU München keine Gefahr darstellen und auch ihr Verhalten nicht beeinflussen. Auch bei Hochwasser soll es keine Probleme geben. «Ich hoffe, dass an geeigneten Stellen noch viele weitere Schwarmkraftwerke dem Beispiel aus Sankt Goar folgen werden, sodass möglichst viele Menschen von dieser effizienten Art der Stromgewinnung profitieren können», sagte Umweltministerin Katrin Eder (Grüne).
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