Michael Ebling (SPD, links), Innenminister von Rheinland-Pfalz, spricht mit Mario Germano, Präsident des Landeskriminalamts. Welche Erkenntnisse liefert die polizeiliche Kriminalitätsstatistik? (Archivbild)
Hannes P. Albert/dpa
Michael Ebling (SPD, links), Innenminister von Rheinland-Pfalz, spricht mit Mario Germano, Präsident des Landeskriminalamts. Welche Erkenntnisse liefert die polizeiliche Kriminalitätsstatistik? (Archivbild)
Innere Sicherheit

Neue Kriminalstatistik - leichte Zunahme bei Messerangriffen

Hält der positive Trend bei der Verbrechensbekämpfung an? Der LKA-Chef und der Innenminister wollen Antworten geben. Ein Detail wurde vorab schon bekannt.

Die Zahl der Messerangriffe ist laut der polizeilichen Kriminalstatistik in Rheinland-Pfalz zuletzt leicht gestiegen. Waren es nach Angaben des Innenministeriums in Mainz 2024 noch 553 solcher Taten, wurden 2025 insgesamt 561 Straftaten mit Messer gezählt. Insgesamt machten diese Taten jedoch weniger als 0,3 Prozent der Delikte aus, erklärte das Ministerium. 

Die gesamte polizeiliche Kriminalstatistik für 2025 werden Innenminister Michael Ebling (SPD) und der Präsident des Landeskriminalamtes, Mario Germano, an diesem Montag in Mainz (11.00 Uhr) vorstellen. Berichtet wird dabei auch über Aufklärungsquoten in den vergangenen Monaten. Im Jahr davor war die Zahl der Straftaten in Rheinland-Pfalz spürbar zurückgegangen.

Tödliche Attacke in Kaiserslautern sorgte für Entsetzen

Der Aspekt der Messerangriffe war zuletzt in den Fokus geraten, nachdem in der Innenstadt von Kaiserslautern ein Mann zwei andere Männer mit einem Messer angegriffen hatte. Eines der Opfer, ein 22-Jähriger, starb später, ein 20-Jähriger wurde schwer verletzt. Unter Tatverdacht steht ein in Untersuchungshaft sitzender 18-Jähriger. 

Minister Ebling hatte am vergangenen Freitag infolge des tödlichen Angriffs angekündigt, eine Rechtsverordnung für eine Waffenverbotszone im Zentrum von Kaiserslautern auf den Weg zu bringen. Auch soll in der pfälzischen Stadt die Polizeipräsenz erhöht werden. 

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) betonte, Kriminalität lasse sich nicht allein an Fallzahlen messen. Entscheidend sei, welche Auswirkungen bestimmte Delikte auf das Sicherheitsgefühl der Menschen hätten, erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende Sven Hummel. Aus Sicht der GdP verdienen Gewaltdelikte im öffentlichen Raum sowie Straftaten im Umfeld von Schulen und Bildungseinrichtungen besondere Aufmerksamkeit. Auch wenn diese statistisch nicht immer den größten Anteil der Gesamtkriminalität ausmachten, prägten sie das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in besonderer Weise.

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