Mitbestimmung in der Schule ist wertvoll
Sie wollen gehört werden, mitreden und sie haben klare Vorstellungen. Das Land unterstützt die Schülervertretung.
Sie wollen gehört werden, mitreden und sie haben klare Vorstellungen. Das Land unterstützt die Schülervertretung.
Die politische Stimme der Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz hat mehr finanzielle Möglichkeiten bekommen. 131.500 Euro Landesmittel standen im vergangenen Jahr der Landesschülerinnen- und Landesschülervertretung (LSV) zur Verfügung. Das sind nach Angaben des Bildungsministeriums 10.700 Euro mehr als in den vier Jahren zuvor.
Als Grund für die Erhöhung der Finanzmittel nannte Bildungsminister Sven Teuber (SPD) etwa die gestiegenen Kosten für die Miete der LSV-Geschäftsstelle, das Personal, die landesweite Gremien- und Projektarbeit sowie für Konferenzen und Fachtagungen.
Starke Stimme für die Kinder und Jugendlichen
«Das Kind steht im Mittelpunkt – ob in Kita oder Schule», betonte Teuber. «Deshalb ist es richtig, dass wir als Erwachsene nicht nur über Kinder und Jugendliche reden, sondern mit ihnen, ihnen zuhören und sie sehen.» Die LSV gebe Schülerinnen und Schülern eine starke Stimme. «Zugleich erfahren, erlernen und erleben junge Menschen dadurch, wie Gemeinschaft und Demokratie funktionieren und dass sie mit ihrem Engagement aktiv etwas bewegen können.»
Die LSV vertritt die Interessen der rund 400.000 Kinder und Jugendlichen den mehr als 600 allgemeinbildenden Schulen mit Sekundarstufe I und II in Rheinland-Pfalz und damit ab der Klassenstufe 5. Das Gremium wurde Ende der 80er Jahre gegründet und ist seit 1991 durch das Schulgesetz offiziell als landesweite Vertretung der Schülerinnen und Schüler im Land anerkannt.
Forderungen an die neue Landesregierung
Zur Aufgabe der LSV gehört es, mit einem Vorstand die Anliegen der Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Bildungsministerium, Verbänden und Parteien zu vertreten. Jüngst wurden auch acht Kernforderungen für den rheinland-pfälzischen Landtagswahlkampf und die künftige Landesregierung vorgelegt. Dabei ging es etwa um eine bessere digitale Ausstattung, mehr Medienkompetenz im Unterricht und kein generalisiertes Handyverbot an den Schulen.
Die LSV-Geschäftsstelle ist für die Planung von Veranstaltung zuständig. Bei den dafür anfallenden Kosten geht es unter anderem um Geld für Unterbringung, Verpflegung und das Material bei Fachtagungen, Treffen und Fortbildungen sowie Honorare für Dozentinnen und Dozenten sowie Aufwendungen für Reinigungen.
LSV-Vorstand arbeitet ehrenamtlich
Der LSV-Vorstand besteht aus ehrenamtlich aktiven Schülerinnen und Schülern, die für ihre Tätigkeit keine Bezüge erhalten. Die Amtszeit beträgt ein Jahr. In der Geschäftsführung der Landesschülerinnen- und Landesschülervertretung gebe es zwei Teilzeitstellen, teilte das Bildungsministerium auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion mit. Zudem handele es sich um eine Stelle zum freiwilligen sozialen Jahr (FSJ).
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