Nach den Worten von Wirtschaftsminister Mansoori ist es eine Frage der Resilienz in Krisenzeiten, Kapazitäten etwa für die Produktion von Impfstoffen aufrechtzuerhalten. (Archivbild)
Arne Dedert/dpa
Nach den Worten von Wirtschaftsminister Mansoori ist es eine Frage der Resilienz in Krisenzeiten, Kapazitäten etwa für die Produktion von Impfstoffen aufrechtzuerhalten. (Archivbild)
Drohender Stellenabbau

Minister: Land setzt sich für Erhalt des Biontech-Werks ein

Mit dem drohenden Aus für das Marburger Biontech-Werk sollen rund 540 Arbeitsplätze wegfallen. Wirtschaftsminister Mansoori erläutert, was das Land für eine mögliche Zukunft des Standortes unternimmt.

Das Land Hessen macht sich nach den Worten von Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) für eine Zukunft des von der Schließung bedrohten Marburger Werks des Impfstoffherstellers Biontech stark. Die Landesregierung sei im Austausch mit der Führung von Biontech, mit dem Betriebsrat sowie mit Gewerkschaften, sagte er im Landtag in Wiesbaden. In den Gesprächen gehe es etwa um die Frage von strategischen Reserven mit Blick auf mögliche Pandemien.

Das Mainzer Unternehmen hatte vor wenigen Wochen harte Einschnitte angekündigt. Die geplante Schließung mehrerer Produktionsstandorte betrifft allein in Marburg rund 540 Arbeitsplätze. Das Werk war 2021 während der Corona-Pandemie eröffnet worden, bis heute wird dort der Covid-19-Impfstoff hergestellt.

Mansoori sagte, in der Corona-Pandemie habe sich die Schwierigkeit gezeigt, kurzfristig Kapazitäten hochzufahren. Es sei auch eine Frage der Resilienz, solche Kapazitäten aufrechtzuerhalten. Sollte sich ein Investor für den Marburger Standort finden, werde das Land schauen, dass dieser «möglichst schnell an dem Standort ankommen» kann. Dazu zähle etwa, Genehmigungen zu erleichtern.

© dpa-infocom, dpa:260521-930-110327/1
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