Mehr als 30 Grad an Pfingsten – Keine Abkühlung in Sicht
Am sommerlichen Pfingstwochenende ist in Rheinland-Pfalz und im Saarland die 30-Grad-Marke deutlich geknackt worden. In der kommenden Woche geht es sonnig und sehr warm weiter.
Am sommerlichen Pfingstwochenende ist in Rheinland-Pfalz und im Saarland die 30-Grad-Marke deutlich geknackt worden. In der kommenden Woche geht es sonnig und sehr warm weiter.
Das Pfingstwochenende mit sommerlichen Temperaturen in Rheinland-Pfalz und im Saarland hat Ausflügler nach draußen gelockt - und ins Schwitzen gebracht. Entlang der Mosel und des Rheins wurden am Pfingstsonntag flächendeckend mehr als 30 Grad erreicht, wie der Meteorologe Markus Eifried vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach sagte. Zu den Spitzenreitern zählten Speyer am Rhein mit 31,7 Grad sowie Oppenheim am Rhein mit 31,6 Grad.
Am Pfingstmontag werde die 30-Grad-Marke voraussichtlich erneut geknackt, etwa in Saarbrücken und Annweiler in der Pfalz, sagte Eifried. Doch damit sei die Hitze noch nicht vorbei: Laut Vorhersagen des DWD liegen die Höchstwerte am Dienstag zwischen 30 und 34 Grad.
Tödlicher Badeunfall im Rhein-Lahn-Kreis
Kurz nach dem Start in die Freibadsaison in Birlenbach (Rhein-Lahn-Kreis) starb ein elf Jahre alter Junge am Samstag bei einem Badeunfall. Beim Eintreffen von Rettungsdienst und Polizei liefen bereits Reanimationsversuche, wie die Polizeidirektion Koblenz mitteilte. Unter laufenden Rettungsmaßnahmen sei der Junge in ein Krankenhaus gebracht worden. Dort starb er. Die näheren Umstände waren zunächst unklar.
Warnung vor Blaualgen in Seen
In rheinland-pfälzischen Badeseen waren vor dem Saisonstart erhöhte Blaualgenkonzentrationen festgestellt worden. Bei Untersuchungen wurden im Wasser von drei Seen Konzentrationen von Blaualgen-Chlorophyll gemessen, die über dem Grenzwert der ersten Warnstufe liegen, wie ein Sprecher des Landesamts für Umwelt (LfU) mitteilte.
Demnach wurde die erste Warnstufe im Bärenlochweiher im Landkreis Kaiserslautern sowie im Stadtweiher Baumholder überschritten. Im Badeweiher «An der Steinernen Brücke» im Rhein-Pfalz-Kreis sei sogar der Grenzwert der zweiten Warnstufe leicht überschritten worden. «Die Badeseebetreiber wurden aufgefordert, entsprechende Warn- und Verhaltenshinweise anzubringen», so der Sprecher.
Bei grün-blauen Schlieren lieber nicht schwimmen gehen
Das algenhaltige Wasser kann etwa Übelkeit, Durchfall oder Hautausschläge auslösen, vor allem dann, wenn es verschluckt wird oder an Schleimhäute gerät. Wenn in einem See grün-blaue Schlieren an der Wasseroberfläche treiben, sollten sich Badegäste daher lieber eine andere Stelle zum Schwimmen suchen.
Steigende Gefahr von Waldbränden
In der kommenden Woche nimmt die Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz und im Saarland tendenziell zu. Nach Angaben des DWD galt bereits am Pfingstmontag für Bad Bergzabern in der Pfalz eine hohe Gefahr. Für das Saarland erwarten die Experten diese Gefahrenstufe für kommenden Mittwoch in Perl, Neunkirchen und Saarbrücken.
Ein Waldbrand in der Pfalz am Freitagabend war mutmaßlich von einer Deodose ausgelöst worden. Anwohner in Bruchweiler-Bärenbach berichteten von Rauch im Wald, nachdem es dort Minuten zuvor einen lauten Knall gegeben hatte, wie die Polizei mitteilte. Die Feuerwehr konnte den etwa 50 Quadratmeter großen Brand im Steilhang schnell löschen. Sie fand dann dort eine explodierte Deodose.
© dpa-infocom, dpa:260525-930-125987/2
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten