Die fristlose Kündigung Anwar El Ghazis war nach Auffassung des Gerichts unwirksam. (Archivbild)
Arne Dedert/dpa
Die fristlose Kündigung Anwar El Ghazis war nach Auffassung des Gerichts unwirksam. (Archivbild)
Fußball-Bundesliga

Mainz verliert auch vor Bundesarbeitsgericht gegen El Ghazi

Mainz 05 scheitert auch vor dem Bundesarbeitsgericht im Streit mit Ex-Spieler El Ghazi. Die fristlose Kündigung bleibt unwirksam. Der Verein kann nicht mehr in Revision gehen.

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat eine Nichtzulassungsbeschwerde des FSV Mainz 05 im Streit mit dem ehemaligen Spieler Anwar El Ghazi zurückgewiesen. Das Urteil des Landesarbeitsgerichts in Mainz, welches die außerordentliche und fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses für unwirksam erklärt hatte, wird somit rechtskräftig, wie der Fußball-Bundesligist mitteilte. Der FSV kann damit nicht in Revision gehen.

«Wir müssen die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts akzeptieren, auch wenn wir uns einen anderen Ausgang gewünscht hätten», sagte der Vereinsvorsitzende Stefan Hofmann.

Hofmann: «Damalige Entscheidung richtig»

Nach einem pro-palästinensischen Instagram-Post nach dem Angriff von Terroristen im Auftrag der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hatte Mainz dem mittlerweile 30 Jahre alten El Ghazi gekündigt. Das Arbeitsgericht hatte im Juli 2024 die fristlose Kündigung für unwirksam erklärt. In diesem Fall überwog laut Kammer Meinungsfreiheit gegenüber den Arbeitgeberinteressen. Mainz war im Anschluss vor das rheinland-pfälzische Landesarbeitsgericht gezogen - und kassierte im November eine Abfuhr.

Unabhängig von der rechtlichen Bewertung sei man «weiterhin der Auffassung, dass die damalige Entscheidung richtig und nahezu alternativlos war», erklärte der FSV in einem Statement. «Unsere Haltung in der Sache ändert sich dadurch selbstverständlich nicht», betonte Hofmann.

El Ghazi spricht von «lächerlichen und erbärmlichen Versuchen»

El Ghazi äußerte sich nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts auf der Plattform X. «Sie haben es erneut versucht und sind erneut gescheitert. Nein, ich spreche nicht von den jahrzehntelangen, wiederholt gescheiterten genozidalen Versuchen, die Palästinenser auszulöschen, sondern von den lächerlichen und erbärmlichen Versuchen des FSV Mainz 05, erneut gegen ihre Niederlage in meinem Fall vor den deutschen Gerichten Berufung einzulegen – nur um wieder zu verlieren», schrieb der Niederländer.

«Es wird Zeit, dass die realitätsfremden Entscheidungsträger des FSV Mainz 05 endlich Ruhe geben und mir den Rest meines Vertrags auszahlen», äußerte der Profi, der Gehalts- und Bonuszahlungen in Millionenhöhe erhält und diese nach Gaza spenden will.

El Ghazi spielt mittlerweile in Katar bei Al-Sailiya SC. Zuvor hatte er eine Saison für den walisischen Club Cardiff City gespielt, wofür er seinen Vertrag bei Mainz im Sommer 2024 dann schließlich selbst gekündigt hatte.

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