Landtagswahl: 40 Prozent der Stimmberechtigten haben gewählt
Rund drei Millionen Menschen in Rheinland-Pfalz können darüber entscheiden, wie die Politik in den nächsten fünf Jahren aussehen soll. Was für eine Wahlbeteiligung zeichnet sich ab?
Rund drei Millionen Menschen in Rheinland-Pfalz können darüber entscheiden, wie die Politik in den nächsten fünf Jahren aussehen soll. Was für eine Wahlbeteiligung zeichnet sich ab?
Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben bis zum Vormittag (10.00 Uhr) rund 40 Prozent der Stimmberechtigten gewählt. «Rund 34 Prozent hatten Briefwahl beantragt, weitere rund sechs Prozent gaben heute in den ersten beiden Stunden nach Öffnung der Wahllokale ihre an Stimmen ab», teilte der Landeswahlleiter mit. Knapp drei Millionen Bürger und Bürgerinnen ab 18 Jahren sind wahlberechtigt. Die Wahllokale sind von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Die Wahl entscheidet über die Zusammensetzung des neuen Landtags in Mainz und damit auch indirekt darüber, ob Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) im Amt bestätigt wird. Der Nachfolger von Malu Dreyer (auch SPD) stellt sich zum ersten Mal dem Votum der Wähler. Sein Herausforderer Gordon Schnieder will die CDU nach 35 Jahren wieder in die Staatskanzlei führen.
Nur eingeschränkter Vergleich mit letzter Landtagswahl möglich
Ein direkter Vergleich der Wahlbeteiligung mit der Landtagswahl 2021 sei nur eingeschränkt möglich. «Damals hatten wegen der Corona-Pandemie bereits 44 Prozent der Stimmberechtigten an der Briefwahl teilgenommen. Hinzu kam ein niedriger einstelliger Anteil an Urnenwählern in den ersten beiden Stunden», erklärte der Wahlleiter. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung 2021 bei 64,3 Prozent.
Eine Fortsetzung der Ampel-Regierung ist unwahrscheinlich. Die FDP wird laut Vorwahlumfragen voraussichtlich nicht mehr den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Am wahrscheinlichsten ist eine große Koalition. Wer diese anführen könnte, ist aber offen.
CDU in letzten Umfragen knapp vorn, SPD-Mann Schweitzer beliebter
Die CDU liegt in den Umfragen leicht vor der SPD. In der letzten Umfrage des ZDF-«Politbarometers» kommt die CDU auf 29 Prozent. Das sind zwei Punkte mehr als die regierenden Sozialdemokraten. SPD-Mann Schweitzer ist jedoch deutlich beliebter als Christdemokrat Schnieder.
Die AfD könnte ihr stärkstes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland einfahren. Die Grünen werden sich voraussichtlich behaupten. Die Freien Wähler kämpfen – wie die FDP – um den Wiedereinzug in den Landtag. Die Linke hat Chancen, es erstmals zu schaffen.
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