Landessynode berät über Millionen-Einsparungen bis 2030
Rund 70.000 Mitglieder weniger pro Jahr: Die rheinische Kirche muss sparen. Die Synode in Bonn soll schmerzhafte Maßnahmen auf den Weg bringen.
Rund 70.000 Mitglieder weniger pro Jahr: Die rheinische Kirche muss sparen. Die Synode in Bonn soll schmerzhafte Maßnahmen auf den Weg bringen.
Die Evangelische Kirche im Rheinland will auf ihrer fünftägigen Landessynode ab Freitag in Bonn umfangreiche Sparmaßnahmen beschließen. Den 184 Mitgliedern des Kirchenparlaments liegt der Entwurf für eine Finanzstrategie vor, über die bis zum Abschluss der fünftägigen Synode beraten und abgestimmt werden soll. Zum Auftakt hält Präses Thorsten Latzel heute (ca. 15.00 Uhr) seinen Jahresbericht zur Lage der Kirche.
Angesichts seit Jahren sinkender Mitgliedszahlen, steigender Kosten und Rückgangs der Kirchensteuereinnahmen sei es das Ziel, kirchliche Arbeit zukunftsorientiert auszurichten, von Kirchensteuer unabhängiger zu werden und auch als kleinere Kirche weiter für Menschen da zu sein, hieß es vorab. Die rheinische Kirche mit aktuell rund 2,1 Millionen Mitgliedern verliert nach Angaben Latzels jährlich rund 70.000 Mitglieder - durch Austritte und Demografie.
Umfangreiches Sparpaket
Vergangenes Jahr hatte die Synode beschlossen, im landeskirchlichen Haushalt bis 2030 strukturell mindestens 33 Millionen Euro einzusparen. Dazu soll nun die Finanzstrategie vorgelegt werden. Die Rede ist von einem umfangreichen Maßnahmenpaket.
Die rheinische evangelische Kirche erstreckt sich über Gebiete in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Sie gliedert sich nach weiteren Fusionen in aktuell 34 Kirchenkreise mit 527 Kirchengemeinden.
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