Kandidaten und Parteien checken - neue Angebote im Netz
Wer noch unsicher ist, an welcher Stelle bei der Landtagswahl ein Kreuz gemacht werden soll, der hat nun noch weitere Möglichkeiten, sich schlau zu machen.
Wer noch unsicher ist, an welcher Stelle bei der Landtagswahl ein Kreuz gemacht werden soll, der hat nun noch weitere Möglichkeiten, sich schlau zu machen.
Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz stehen Wählerinnen und Wählern zur Orientierung weitere Angebote im Internet zur Verfügung. Auf der Seite kandidierendencheck.de für Rheinland-Pfalz können Interessierte anhand von 17 Thesen prüfen, welcher Kandidat oder welche Kandidatin ihres Wahlkreises am ehesten den eigenen Positionen entspricht. Es geht also um eine Entscheidungshilfe für die Erststimme bei der Landtagswahl am 22. März.
Breites Themenspektrum
Das für das Angebot verantwortliche Team von abgeordnetenwatch, dahinter steht ein Verein aus Hamburg, erklärte, bei den 17 Thesen seien aktuelle landes- und bundespolitische Themen aufgegriffen worden. Das Spektrum reicht vom Thema Wahlalter über Gesichtserkennung an öffentlichen Orten, Lobbyregister, Erbschaftsbesteuerung, erneuerbare Energien, Smartphone-Nutzung in Schulen, Naturschutzthemen und der Forderung nach einem kostenlosen Deutschlandticket für alle Schüler bis hin zum Tanzverbot an religiösen Feiertagen.
Nachdem die Nutzer alle Fragen beantwortet haben, kann die eigene Postleitzahl eingegeben werden, dann folgt ein Ranking nach Übereinstimmung mit den jeweiligen Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten. Allerdings machen noch nicht alle Kandidaten mit.
Von Wahl-O-Mat bis Party-Check
In der vergangenen Woche war bereits der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung online gegangen, bei dem Interessierte die eigenen Positionen zu 38 Themen mit denen der zwölf bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz antretenden Parteien vergleichen können.
Darüber hinaus gibt es für Rheinland-Pfalz den sogenannten Party-Check. An dem haben Wissenschaftler der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität sowie der Unis Potsdam und Mannheim und der TU Darmstadt mitgearbeitet. Auch hier geht es darum, eigene Positionen mit denen der Parteien abzugleichen - in dem Fall zu 16 ausgewählten Fragen. Es geht um Themen wie Gemeinschaftsschule, Mietpreisbremse, Stadtbild oder Verbrennungsmotor.
Allerdings stammen beim Party-Check die Positionen der Parteien nicht von den Parteien selbst, sondern von einer Befragung politikwissenschaftlicher Expertinnen und Experten. «Wir verstehen das Tool als Ergänzung zum Wahl-O-Mat, bei dem sich die Parteien selbst positionieren», erklärte Nils Steiner vom Institut für Politikwissenschaft der Uni Mainz.
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