Auf Thomas Hengen und den FC Kaiserslautern kommt bis zum Saisonstart noch viel Arbeit zu (Archivbild).
Uwe Anspach/dpa
Auf Thomas Hengen und den FC Kaiserslautern kommt bis zum Saisonstart noch viel Arbeit zu (Archivbild).
2. Bundesliga

Kaiserslautern mit erneutem Umbruch - Ziel: Verjüngung

Die Verantwortlichen beim 1. FC Kaiserslautern brauchen bei der Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft für die kommende Saison einen langen Atem. Ziel ist eine Verjüngung des Kaders.

Nicht im legendären Fritz-Walter-Stadion, sondern in einem Freizeitpark im pfälzischen Haßloch sollen die Fans des 1. FC Kaiserslautern auf die neue Saison eingestimmt werden. In der wird es für den Fußball-Zweitligisten erneut um die Rückkehr ins Oberhaus gehen. Inwieweit das Ziel nach der sehr durchwachsenen, abgelaufenen Saison realistisch ist, hängt auch vom Verhandlungsgeschick der Verantwortlichen und den finanziellen Möglichkeiten ab. Die Sehnsucht beim Traditionsverein aus der Pfalz ist jedenfalls groß. 

Noch ist aber unklar, welche Spieler die Fans am 2. August in Haßloch dann begrüßen können. Denn Trainer Torsten Lieberknecht, Geschäftsführer Thomas Hengen und Sportdirektor Marcel Klos steht noch eine Menge Arbeit bevor. «Die Gespräche laufen. Die Spieler sind aber alle in Urlaub. Wir haben auch noch ein WM-Jahr. Es wird eine lange Transferphase», sagte Hengen dem SWR. 

Erst zwei Spieler verpflichtet - Zahlreiche Abgänge

Hinzu komme, dass sich viele Spieler mit auslaufenden Verträgen bei der am Donnerstag beginnenden Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada präsentieren wollen. «Wenn dort die ersten Mannschaften ausgeschieden sind und die ersten Spieler zurückkommen, werden Bewegungen kommen. Und dann wird es von oben nach unten gehen», sagte Hengen. 

Bisher konnte der 51-Jährige zwei Spieler verpflichten. Torwarttalent Yannick Onohiol kommt von der Bundesliga-Reserve der TSG 1899 Hoffenheim. Beim in der vergangenen Spielzeit von AJ Auxerre schon ausgeliehenen Paul Joly wurde die Kaufoption gezogen. 

Heintz-Rückkehr kein Thema

Eine Rückkehr des beim 1. FC Köln aussortierten Abwehrspielers Dominique Heintz sei aber kein Thema. «Er ist ein Junge aus der Region, aber wir haben die Thematik mit dem linken Innenverteidiger im Winter mit der Verpflichtung von Jacob Rasmussen geschlossen», erklärte Hengen. Zudem sei es die Absicht, den Altersdurchschnitt der Mannschaft weiter zu senken.

Fernab dieser Personalie zeichnet sich in der Pfalz erneut ein personeller Umbruch ab. Mit Daniel Hanslik, der zum VfL Bochum wechselt, und Kenny Prince Redondo verließen zum Saisonende zwei langjährige Identifikationsfiguren den Verein. Die Verträge beider Spieler wurden nicht verlängert. Auch Florian Kleinhansl, Avdo Spahic und Luca Sirch kehrten dem FCK den Rücken. 

Trainingsstart am 29. Juni

Keine Rolle in den Planungen dürften Mahir Emreli und Erik Wekesser trotz gültiger Verträge sowie die verliehenen Profis Jannik Mause, Faride Alidou, Jannis Heuer, Frank Ronstadt und Dickson Abiama spielen. Einzig Jan Elvedi könnte eine Perspektive haben. Die ausgeliehenen Jisoo Kim, Atanas Chernev und Torhüter Simon Simoni werden nicht weiterverpflichtet. Bei Stürmer Norman Bassette wird noch mit dessen Stammverein Coventry City verhandelt. 

Trainingsstart ist am 29. Juni am Fritz-Walter-Stadion. Geplant ist ein Testspiel beim Bundesligisten FSV Mainz 05 (17. Juli) und die Generalprobe beim französischen Zweitligisten FC Metz (1. August). Vom 19. bis 26. Juli befindet sich die Mannschaft im Trainingslager im italienischen Sterzing. Die neue Zweitliga-Saison startet am Wochenende zwischen dem 7. und 9. August. Erster Höhepunkt ist das Südwest-Derby bei Waldhof Mannheim in der ersten Runde des DFB-Pokals.

Von Florian Reis, dpa
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