Imagevideo für Brennpunktschule kostet fast 10.000 Euro
Die Karolina-Burger-Realschule setzt auf ein teures Video, um nach Gewaltvorfällen ihr öffentliches Bild zu verbessern. Wo kommt das Geld her?
Die Karolina-Burger-Realschule setzt auf ein teures Video, um nach Gewaltvorfällen ihr öffentliches Bild zu verbessern. Wo kommt das Geld her?
Die Produktion des Imagevideos für die in die Schlagzeilen geratene Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen hat fast 10.000 Euro gekostet. Aus den Mitteln des Startchancen-Programms für Schulen in sozial besonders schwierigen Lagen werde die Summe von 9.362,50 Euro beglichen, berichtete das Bildungsministerium in Mainz.
Die Initiative für das Imagevideo ging von der Schülerschaft aus. Die Kinder und Jugendlichen hatten laut Ministerium nach einem Weg gesucht, die Außendarstellung der Realschule in der zweitgrößten Stadt von Rheinland-Pfalz zu verbessern. An der Brennpunktschule war die Polizei nach Reizgasattacken und Gewaltvorfällen seit Ende Januar täglich auf dem Schulgelände präsent.
Startchancen-Programm hilft Schulen in sozial schwierigen Lagen
Die Ausgestaltung des Projekts sowie die inhaltliche Planung des Videos habe vollumfänglich bei der Schule gelegen, teilte das Bildungsministerium auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion mit. Lediglich den Kontakt zu einem externen Trainer habe das Ministerium vermittelt. Der Trainer sei ehrenamtlich an der Schule tätig und habe für seinen Einsatz kein Honorar bekommen.
Das Video soll auf der Homepage der Karolina-Burger-Realschule plus gezeigt werden. Die Entscheidung darüber liege jedoch bei den Verantwortlichen vor Ort. Dem Bildungsministerium liegen derzeit keine Informationen vor, dass weitere Schulen in Rheinland-Pfalz ein solches Imagevideo planen.
Beim Startchancen-Programm gibt der Bund jährlich bis zu einer Milliarde Euro. Die Länder beteiligen sich in gleicher Höhe. Insgesamt sind dies dann rund 20 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren. Insgesamt bekommen bundesweit 4.000 Schulen in sozial besonders schwierigen Lagen die spezielle staatliche Förderung, davon 200 in Rheinland-Pfalz.
© dpa-infocom, dpa:260504-930-29289/1
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