Humboldt-Preis: Neuer Biologie-Professor kommt ins Saarland
Jedes Jahr fördert die Humboldt-Stiftung die Spitzenforschung in Deutschland – Strukturbiologe Nicholas Taylor gehört dazu. Er soll die Pharmazie im Saarland auf ein neues Level heben.
Jedes Jahr fördert die Humboldt-Stiftung die Spitzenforschung in Deutschland – Strukturbiologe Nicholas Taylor gehört dazu. Er soll die Pharmazie im Saarland auf ein neues Level heben.
Der renommierte Biologe Nicholas Taylor ist mit dem Humboldt-Preis ausgezeichnet worden. Er soll dazu beitragen, die Universität des Saarlandes zu einer europaweit führenden Institution der Anti-Infektions- und Wirkstoffforschung zu machen, wie die Universität mitteilt. Aktuell ist Taylor Professor an der Universität Kopenhagen. Er wird 2027 im Saarland Professor für Strukturbiologie mit Schwerpunkt Kryo-Elektronenmikroskopie.
Forschungsziel: Entwicklung von Medikamenten
Der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Matthias Hannig, erklärte: «Nicholas Taylors Forschungsergebnisse liefern grundlegende Erkenntnisse über den Transport durch die Zellmembran und können dabei helfen, strukturbasierte Wirkstoffe und Medikamente zu entwickeln. Entsprechend vernetzt wird er auf dem Homburger und dem Saarbrücker Campus forschen.»
Die Alexander von Humboldt-Professur wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesforschungsministerium finanziert. Mit dem Preisgeld von 9,9 Millionen Euro soll renommierten Wissenschaftlern Spitzenforschung in Deutschland ermöglicht werden.
Nominiert vom Universitätspräsidenten
Universitätspräsident Ludger Santen hatte Taylor für die Universität des Saarlandes nominiert. Er erklärte: «An der Universität des Saarlandes bündeln wir derzeit modernste molekulare Bildgebungsverfahren, um unseren Schwerpunkt zur Wirkstoffentwicklung international sichtbar auszubauen.»
Taylor erforscht sogenannte molekulare Maschinen in menschlichen Körperzellen. Hierfür mache er die Vorgänge mit einem speziellen Verfahren auf Zellebene sichtbar, der hochauflösenden Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM), heißt es in der Mitteilung.
© dpa-infocom, dpa:260610-930-202501/1
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