Hotel- und Gaststättenverband gegen Bettensteuer
Etliche Betriebe müssen aufgeben, die Auslastung liegt unter dem Bundesdurchschnitt: Die Hotel- und Gaststättenbranche fordert mehr Unterstützung und Entlastung.
Etliche Betriebe müssen aufgeben, die Auslastung liegt unter dem Bundesdurchschnitt: Die Hotel- und Gaststättenbranche fordert mehr Unterstützung und Entlastung.
Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Rheinland-Pfalz ist gegen die Einführung einer Bettensteuer. Die Kosten und die Bürokratie für die Betriebe müssten sinken, sagte Präsident Gereon Haumann in Mainz. Touristische Abgaben sollten zweckgebunden der Branche zugutekommen. Eine Bettensteuer würde dagegen zu erheblichem Mehraufwand für die Betriebe führen und könnte zudem von der Kommune auch für das Stopfen von Haushaltslöchern genutzt werden.
Die Pläne der rheinland-pfälzischen Landeshautstadt Mainz, die nach Angaben von Haumann über einen entsprechenden Betrag bis zu fünf Euro pro Gast pro Nacht diskutiert, lehnt der Branchenverband strikt ab. Dehoga plädiert dagegen für einen zweckgebundenen Gästebeitrag. Was ist der Unterschied? Die Einnahmen aus dieser Abgabe müssten in die touristische Infrastruktur fließen.
Schwache Auslastung
Der Dehoga-Präsident forderte mehr Unterstützung für die Branche. In den vergangenen zwei Jahren hätten rund zehn Prozent der Betriebe im Land dichtgemacht. Die durchschnittliche Auslastung der Hotels und Gaststätten liege in Rheinland-Pfalz bei 51 Prozent. Der bundesweite Durchschnitt betrage dagegen mehr als 60 Prozent.
Haumann forderte die neue Landesregierung in Rheinland-Pfalz auf, bessere Rahmenbedingungen für die Branche zu schaffen. Nach seinen Angaben gibt es in Rheinland-Pfalz derzeit nur in Trier eine Bettensteuer.
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