Höherer Eigenanteil für Pflegeheimbewohner im Saarland
Bewohner in Pflegeheimen müssen auch im Saarland erneut mehr zahlen. Bundesweit war der Eigenanteil hier zum 1. Juli am zweithöchsten.
Bewohner in Pflegeheimen müssen auch im Saarland erneut mehr zahlen. Bundesweit war der Eigenanteil hier zum 1. Juli am zweithöchsten.
Die Bewohnerinnen und Bewohner in saarländischen Pflegeheimen müssen für ihren Heimplatz erneut mehr zahlen. Zum 1. Juli lag der Eigenanteil im ersten Jahr des Heimaufenthalts nach einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) bei durchschnittlich 3.695 Euro. Das waren 94 Euro mehr als zu Jahresbeginn und 293 Euro mehr als ein Jahr zuvor, wie aus Daten hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.
In den Beträgen ist ein Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten, da die Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten dafür trägt. Außerdem umfassen die Summen noch Zahlungen für Unterkunft und Verpflegung, Investitionen in den Einrichtungen und Umlagen für Ausbildungskosten.
Eigenanteil im Saarland deutlich über dem Bundesschnitt
Im Bundesdurchschnitt lag der von den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst zu zahlende Anteil zum 1. Juli bei 3.364 Euro im Monat. Die Unterschiede zwischen den Ländern sind groß. Am höchsten war die monatliche Belastung im ersten Heimjahr in Bremen mit durchschnittlich 3.761 Euro, das Saarland folgte dahinter mit dem zweithöchsten Betrag. Am niedrigsten war der Eigenanteil in Sachsen-Anhalt mit 2.891 Euro.
Die Gesamtbelastung hängt von der Aufenthaltsdauer im Heim ab, weil sich danach die Entlastungszuschläge der Pflegekassen richten. Der Eigenanteil für die reine Pflege sinkt im ersten Jahr um 15 Prozent, im zweiten um 30 Prozent, im dritten um 50 Prozent und ab dem vierten Jahr um 75 Prozent. Auch mit dem höchsten Zuschlag stieg die Gesamtbelastung im Saarland ab dem vierten Jahr nun im Schnitt auf 2.389 Euro. Das waren 158 Euro mehr als zum 1. Juli 2025.
Ausgewertet wurden Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen mit Heimen in allen Ländern. Zum Ersatzkassenverband gehören etwa die Techniker Krankenkasse, die Barmer und die DAK-Gesundheit.
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