Grubenwasser: RAG stellt Pumpbetrieb am Standort Reden ein
Es ist der zweite Schritt beim kontrollierten Grubenwasseranstieg in den früheren Steinkohlegruben im Saarland. Warum der Anstieg überwacht wird.
Es ist der zweite Schritt beim kontrollierten Grubenwasseranstieg in den früheren Steinkohlegruben im Saarland. Warum der Anstieg überwacht wird.
Im Zuge des genehmigten Grubenwasseranstiegs in früheren Steinkohlegruben im Saarland stellt die RAG Anfang Mai auch den Pumpbetrieb der Wasserhaltung am Standort Reden ein. Am Standort Duhamel seien bereits Ende 2025 die Pumpen abgeschaltet worden, teilte der Bergbaukonzern in Essen mit.
Mit dem kontrollierten Anstieg des Grubenwassers setze die RAG ihren langfristigen Auftrag als Nachbergbauunternehmen konsequent um. Er erfolgt auf Grundlage eines rechtskräftigen Planfeststellungsbeschlusses und unter Aufsicht der zuständigen Behörden.
Grubenwasser ist Regenwasser, das in die Tiefe sickert und sich in Schächten und Strecken unter Tage sammelt. Bisher wurde das Wasser nach oben gepumpt. Das Pumpen kostete die RAG jedes Jahr viele Millionen Euro.
«Der Grubenwasseranstieg wird eng begleitet und umfassend überwacht», teilte Joachim Löchte, Vorstand Technik der RAG, mit. «Das Integrale Monitoring ermöglicht es uns, den Anstieg kontrolliert zu steuern, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit von System, Umwelt und Trinkwasser jederzeit zu gewährleisten.»
Bergbau im Saarland endete 2012
Der von der RAG beantragte Grubenwasseranstieg in Reden und Duhamel auf minus 320 Meter war unter Auflagen genehmigt worden. Klagen dagegen wurden abgewiesen.
Der Steinkohlebergbau im Saarland endete 2012 nach mehr als 250 Jahren. Der Bergbau war lange Zeit der größte Arbeitgeber an der Saar: mit bis zu 65.000 Beschäftigten in der Blütezeit. Generationen von Bergleuten förderten ab 1751 im Saarrevier insgesamt 1,5 Milliarden Tonnen Steinkohle zutage.
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