In Rheinland-Pfalz gibt es einige Unterschiede zwischen Frauen und Männern. (Symbolbild)
Tobias Kleinschmidt/dpa
In Rheinland-Pfalz gibt es einige Unterschiede zwischen Frauen und Männern. (Symbolbild)
Internationaler Frauentag

Frauen leben länger, verdienen aber weniger

Häufiger Abitur, mehr Teilzeit, weniger Chefposten - was die Statistik sonst noch über die Rheinland-Pfälzerinnen verrät.

Am kommenden Sonntag, 8. März, wird auch in diesem Jahr wieder der Internationale Frauentag gefeiert. Apropos: Wie leben eigentlich die Frauen in Rheinland-Pfalz? Und was unterscheidet die Rheinland-Pfälzerinnen von den Rheinland-Pfälzern? 

Nach Angaben des Statistischen Landesamts ist gut die Hälfte der Bevölkerung in Rheinland-Pfalz weiblich: Am Jahresende 2024 lebten rund 4,13 Millionen Menschen in dem Bundesland - 50,5 Prozent waren Frauen. Im Durchschnitt sind die Rheinland-Pfälzerinnen 48 Jahre alt. 

Frauen in Rheinland-Pfalz habe eine höhere Lebenserwartung als Männer: Ein Mädchen, das heute geboren wird, hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 83 Jahren. Bei einem Jungen liegt sie bei 78,6 Jahren. Daraus ergibt sich mit steigendem Alter ein zunehmender Frauenüberschuss: Die Zahl der über 90-jährigen Frauen ist mehr als doppelt so hoch wie die der Männer. 

Hochzeit, Kinder, Erziehung

Frauen in Rheinland-Pfalz heiraten nach Angaben des Statistischen Landesamts durchschnittlich im Alter von 32 Jahren. Damit sind sie bei der Hochzeit im Schnitt zweieinhalb Jahre jünger als Männer. Bei der Geburt ihres ersten Kindes waren Rheinland-Pfälzerinnen im Schnitt 30,1 Jahre alt. Bereits seit einigen Jahren zeichnet sich ein klarer Trend zu späteren Geburten ab: Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist der Anteil der Mütter über 30 Jahre von 56 auf 63 Prozent gestiegen. Auffällig ist auch: Bei alleinerziehenden Elternteilen liegt der Frauenanteil bei 84 Prozent.

Höhere Bildungsabschlüsse, mehr Teilzeit, weniger Führungspositionen 

Im Durchschnitt erreichen Frauen in Rheinland-Pfalz höhere Bildungsabschlüsse als Männer. Rund 38 Prozent der jungen Frauen schließen die Schule mit dem Abitur ab, bei den Männern nur 29 Prozent. In Rheinland-Pfalz unterrichten außerdem deutlich mehr Lehrerinnen: Fast drei Viertel aller Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen waren im Jahr 2024 weiblich. An Grundschulen ist die Dominanz besonders drastisch: Dort unterrichten fast 90 Prozent Lehrerinnen.

Ebenfalls spannend: Mit 52 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen arbeitet etwas mehr als jede zweite erwerbstätige Frau in Teilzeit. Bei den Männern liegt dieser Anteil nach Angaben des Statistischen Landesamts nur bei 11 Prozent. Auch sind Frauen deutlich seltener in Führungspositionen vertreten: Der Frauenanteil liegt in Rheinland-Pfalz nur bei 30 Prozent. Hinzu kommt, dass Arbeitnehmerinnen auch bei vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie pro Stunde im Schnitt 6 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen verdienten. 

Weniger Verkehrsunfälle und weniger Straftaten

Frauen in Rheinland-Pfalz sind häufiger von Armut bedroht als Männer - in allen Altersgruppen. 2024 lag die Armutsgefährdungsquote der rheinland-pfälzischen Frauen bei 18 Prozent, bei den Männern bei 15,7 Prozent.

Bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden in Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Statistischen Landesamt nur 34 Prozent der Beteiligten weiblich. Auch vor Gericht müssen sich Frauen seltener verantworten als Männer: Nur ein Fünftel der 2024 vor Gericht Verurteilten waren Frauen.

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