Geht mit seinen Teamkollegen hart ins Gericht: Bayer-Keeper Mark Flekken.
Harald Tittel/dpa
Geht mit seinen Teamkollegen hart ins Gericht: Bayer-Keeper Mark Flekken.
Saisonstart

Flekken schimpft nach Leverkusens Lehrstunde in Elversberg

Mark Flekken muss sich nach der 2:3-Auftaktniederlage in Elversberg zusammenreißen. Warum Leverkusens Torhüter so erbost ist.

Torhüter Mark Flekken hat nach der 2:3-Niederlage von Bayer Leverkusen beim Bundesliga-Neuling SV Elversberg kein gutes Haar an seinen Mitspielern gelassen. Er könne es gar nicht in Worte fassen, sagte der 33 Jahre alte Niederländer zum missglückten Saisonstart. «Es hat heute einiges gefehlt. Es hat an mentaler Kapazität gefehlt, es hat an Energie gefehlt, es hat an Spielverständnis gefehlt», kritisierte Flekken.

Besonders sauer war der Torhüter über die Gegentore gleich zu Beginn durch Lukas Petkov (8. Minute) und Cole Campbell (9.) sowie keine 30 Sekunden nach Wiederanpfiff durch David Mokwa (46.). «Wenn du schon in der ersten Halbzeit so anfängst, sehr früh 2:0 hinten liegst, und das in der zweiten Halbzeit noch mal wiederholst, dann fehlt es an einiges.» Flekken stimmte auch einer Reporteraussage zu, wonach Leverkusen nach dem ersten Durchgang bereits mit 0:5 hätte hinten liegen können.

Der Neuling aus der 13.000-Einwohner-Gemeinde im Saarland spielte vor 9.307 Zuschauern die Werkself mit ihrem neuen Trainer Carles Martínez zeitweise schwindelig. Den späten Ausgleich verpassten die Gäste trotz der Treffer von Patrik Schick (77.) und Christian Kofane (90.+1). 

Missglücktes Bundesliga-Debüt von Martínez 

Martínez beglückwünschte Elversberg zu einem «unglaublichen Spiel», wies aber von sich, dass seine Mannschaft mental nicht bereit war für den frechen Aufsteiger. «Sie spielen sehr gut. Ich war nicht überrascht davon, wir haben das erwartet», sagte der Spanier. «Natürlich müssen wir daraus lernen, die Augen aufmachen und es viel, viel besser machen.» 

Für Flekken gibt es «einiges aufzuarbeiten. Ich will jetzt hier auch nicht blind die ganze Mannschaft vor den Bus werfen, das ist noch eine lange Saison. Aber so darf und kann es nicht weitergehen», mahnte der Schlussmann.

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