Dolce Vita in der Pfalz: Die Villa Ludwigshöhe ist nach fünf Jahren wieder geöffnet.
Uwe Anspach/dpa
Dolce Vita in der Pfalz: Die Villa Ludwigshöhe ist nach fünf Jahren wieder geöffnet.
Historischer Glanzbau

Dolce Vita im Pfalz-Schloss Villa Ludwigshöhe

«Eine Villa italienischer Art» ließ König Ludwig I. von Bayern mit dem Schloss Ludwigshöhe an der Südlichen Weinstraße bauen. Jetzt ist die langjährige Sanierung weitgehend abgeschlossen.

Nach fünf Jahren Schließung ist das Schloss Villa Ludwigshöhe an der Südlichen Weinstraße mit einem Fest wieder eröffnet worden. Die einstige Sommerresidenz von König Ludwig I. von Bayern (1786 – 1868) bei Edenkoben sei jetzt ein «barrierefreier Kulturort mit historischem Charme, neuen Ausstellungen und neuer inhaltlicher Ausrichtung», teilte die rheinland-pfälzische Staatskanzlei in Mainz mit.

«Die besondere Leichtigkeit der Pfalz»

Das neue Motto «La Dolce Vita in der Pfalz» verweise auf Ludwigs Sehnsucht nach Italien «und die besondere Leichtigkeit der Pfalz». Die Außenanlagen der klassizistischen Villa mit Blick über die Pfalz und die Rheinebene seien auch umfassend neugestaltet worden – einschließlich eines Luitpold-Brunnens, den nach Jahrzehnten wieder ein bronzenes Reh schmücke. Auch eine Obstwiese mit alten Baumsorten wurde angelegt.

Rund 17,8 Millionen Euro investiert

Die 2016 begonnene Sanierung habe fast 17,8 Millionen Euro gekostet, teilte das Finanzministerium mit. Dazu komme noch eine einstellige Millionensumme für die Außenanlagen. Das Land erwarb die Villa 1975 aus dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds.

Für die Sanierung sei über die Raumgestaltung, die Bodenfassungen und das historische Inventar der Villa geforscht worden, zu der kostbare Edelholzböden sowie reichhaltige Decken- und Wandmalereien gehörten. Der Großteil des historischen Mobiliars sei noch immer im Eigentum des Wittelsbacher Ausgleichsfonds und präge als Dauerleihgabe entscheidend das prachtvolle Erscheinungsbild der Schlossräume.

Keramiksammlung und wechselnde Ausstellungen

Im Gewölbekeller findet sich die Keramiksammlung Hinder-Reimers. In der Galerie im Obergeschoss, ehemals Slevogt-Galerie, sollen wechselnde 
Sonderausstellungen zu sehen sein. Das Spektrum reiche von Pfälzer Malerei über kulturhistorische Themen bis zu moderner Kunst.

Den Auftakt mache die Schau «Spuren, Schätze, Sagen - Burgen am Oberrhein», die in Kooperation mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württembergs und der Collectivité européenne d’Alsace entstanden sei.

Schweitzer: Kostbares Juwel gibt der Region wirtschaftliche Impulse

Rheinland-Pfalz habe ein kostbares Juwel zurück, das Geschichte und Kunst, aber auch Genuss und Lebensfreude vereine, sagte Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD). Die Villa Ludwigshöhe werde nicht nur ein Ort der Begegnung und der kulturellen Bildung sein, sondern auch 
Impulse für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung geben.

«Ich bin froh, dass das Land in die Sanierung dieses einzigartigen Ortes so 
entschlossen investiert hat, der ganz klar die pfälzische Identität prägt», sagte der für das kulturelle Erbe des Landes zuständige Innenminister Michael Ebling (SPD).

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