Die AfD liegt laut Umfrage erstmals vor der SPD (Symbolbild)
Sebastian Gollnow/dpa
Die AfD liegt laut Umfrage erstmals vor der SPD (Symbolbild)
Sonntagsfrage

CDU laut Umfrage in Rheinland-Pfalz weiter vorne

Die CDU bleibt laut aktueller Umfrage stärkste Kraft in Rheinland-Pfalz. Doch die AfD legt deutlich zu und überholt erstmals die SPD.

Rund 100 Tage nach dem Start der schwarz-roten Landesregierung in Rheinland-Pfalz bleibt die CDU in einer Umfrage stärkste Kraft. Mit 28 Prozent würde sie aber nicht mehr an ihr Ergebnis bei der Landtagswahl im März heranreichen (31,0 Prozent), wie aus einer Befragung des Wahlforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des SWR-Politikmagazins «Zur Sache Rheinland-Pfalz!» hervorgeht. 

Mit den zweitmeisten Stimmen könnte die AfD rechnen, die mit 24 Prozent besser als beim Wahlgang im März abschneiden würde (19,5 Prozent). Sie läge somit bei der Sonntagsfrage erstmals vor der SPD. 

Bisher höchster Wert für AfD

Die SPD würde mit 19 Prozent ihr im März eingefahrenes Wahlergebnis demnach deutlich verfehlen (25,9 Prozent). Für die AfD ist dies der höchste für sie gemessene Wert im Rheinland-Pfalz-Trend, während es für die SPD ihr niedrigster Wert ist. 

Die Grünen kämen laut Umfrage auf 11 Prozent und würden stärker als bei der Landtagswahl abschneiden (7,9 Prozent). Die Linke erhielte 5 Prozent, die Freien Wähler und die FDP je 3 Prozent. Linke, Freie Wähler und FDP hatten bei der Landtagswahl im März den Einzug ins Parlament nicht geschafft.

Die Daten basieren laut SWR auf einer repräsentativen Telefon- und Online-Befragung vom 13. bis 18. August, die Infratest dimap unter 1.158 wahlberechtigten Menschen im Land durchführte.

Mehr als die Hälfte ist mit neuer Regierung unzufrieden 

Rund drei Monate nach Bildung der Koalition aus CDU und SPD ist dem aktuellen Rheinland-Pfalz-Trend zufolge ein Drittel der Befragten zufrieden mit der Arbeit der neuen Landesregierung. Gut mehr als die Hälfte (54 Prozent) sieht das anders - und ist unzufrieden. 

30 Prozent der Befragten bescheinigten der neuen Landesregierung, seit der Regierungsübernahme erste Schritte für eine andere Politik eingeschlagen zu haben. 55 Prozent erkennen diese demnach nicht.

Fast die Hälfte (49 Prozent) zweifele auch daran, dass die schwarz-rote Landesregierung klare Konzepte zur Entwicklung des Bundeslands für die kommenden fünf Jahre habe, hieß es. 

Wichtige Themen sind Bildung und Verkehr

Zentrale Aufgabe aus Sicht der Befragten ist weiterhin die Bildungspolitik, gefolgt von den Themen Mobilität und Verkehr sowie Fragen der Zuwanderung. Vor dem Hintergrund der Hitze und Trockenheit hat für viele Menschen der Umweltschutz und der Klimawandel an Bedeutung gewonnen, wie aus der Befragung hervorgeht.

Die neue rheinland-pfälzische Landesregierung hat Mitte Mai ihre Arbeit aufgenommen. Gordon Schnieder ist der erste CDU-Ministerpräsident seit 35 Jahren in Rheinland-Pfalz.

© dpa-infocom, dpa:260820-930-554980/1
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