Brüder als IS-Terroristen zu je vier Jahren Haft verurteilt
IS-Gehaltslisten und Geheimdienst-Hinweise führten zur Verurteilung zweier Brüder als IS-Terroristen. Was das Gericht strafmildernd berücksichtigte.
IS-Gehaltslisten und Geheimdienst-Hinweise führten zur Verurteilung zweier Brüder als IS-Terroristen. Was das Gericht strafmildernd berücksichtigte.
Zwei Brüder sind vom Düsseldorfer Oberlandesgericht als IS-Terroristen zu je vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach die 47 und 43 Jahre alten Männer schuldig, sich 2016 im Irak der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen zu haben. Einer sei Mitglied eines sogenannten Scharia-Komitees gewesen.
Der andere habe zunächst als Militärpolizist und später bei der IS-Geheimpolizei gearbeitet. Neben einem 47-jährigen Iraker aus Delbrück bei Paderborn saß auch dessen jüngerer Bruder (43) aus Trier (Rheinland-Pfalz) auf der Anklagebank.
Namen fanden sich auf IS-Gehaltslisten
Nach der militärischen Niederlage des IS im Sommer 2017 seien die Männer über die Türkei nach Griechenland und von dort nach Deutschland gereist. Ein wesentliches Beweismittel seien IS-Gehaltslisten gewesen, in denen die Angeklagten und ihre Tätigkeiten verzeichnet waren.
Strafmildernd wertete das Gericht, dass die irakischen Brüder als Sunniten damals selbst von schiitischen Milizen verfolgt und bedroht worden seien. Dies habe sie zur Flucht in das vom IS beherrschte Gebiet veranlasst.
Die Ermittlungen waren nach Geheimdienst-Hinweisen ins Rollen gekommen, woraufhin die Bundesanwaltschaft Anklage gegen die Brüder erhob. Am 2. Dezember 2025 waren sie festgenommen worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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