Bau von Wasserstoffpipeline im Saarland kann beginnen
Schon bald soll der Bau einer 17 Kilometer langen Wasserstoffpipeline im Saarland starten. Sie gilt als Schlüsselprojekt für die Zukunft der regionalen Stahlindustrie.
Schon bald soll der Bau einer 17 Kilometer langen Wasserstoffpipeline im Saarland starten. Sie gilt als Schlüsselprojekt für die Zukunft der regionalen Stahlindustrie.
Mit dem Bau einer für die saarländische Wirtschaft wichtigen Wasserstoffpipeline soll bald begonnen werden. Das Oberbergamt des Saarlandes habe den Bau der 17 Kilometer langen Wasserstoffleitung zwischen Leidingen an der französischen Grenze und dem Stahlstandort Dillingen genehmigt, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Zuvor hatte die «Saarbrücker Zeitung» darüber berichtet.
Das Unternehmen Creos Deutschland Wasserstoff GmbH habe angekündigt, dass die Bauarbeiten voraussichtlich im August beginnen sollen. Dann werde auch über den aktuellen Projektstand und die nächsten Schritte informiert.
Die Pipeline ist Teil eines geplanten Wasserstoffnetzes im Saarland und im französischen Lothringen mit dem Namen «mosaHYc». Das Netz, das weitere Leitungen nach Frankreich vorsieht, soll vor allem Industrie und Kraftwerke im Saarland in den 2030er Jahren versorgen.
Es geht um die Zukunft der Stahlindustrie
Über die neue Leitung soll unter anderem die Dillinger Hütte ab 2029 mit jährlich 6.000 Tonnen Wasserstoff für zehn Jahre beliefert werden, wie das Ministerium weiter mitteilte. Der Wasserstoff soll aus einem Elektrolyseur im lothringischen Carling kommen.
Die neue Pipeline soll rund 70 Millionen Euro kosten. Es sei das derzeit größte Wasserstoff-Infrastrukturprojekt im Saarland, schrieb das Ministerium. Der Aufbau dieser Infrastruktur sei auch «eine Schlüsselfrage der Zukunftsfähigkeit der Stahlindustrie» im Saarland.
Transformation läuft
Im Saarland läuft der Umbau der Stahlindustrie zu einer CO2-armen Produktion. Heißt: Schrittweise stellen Unternehmen ihre Produktion von der kohlebasierten Hochofenproduktion auf die wasserstoffbasierte Stahlerzeugung um. Neue Anlagen ermöglichten eine Reduktion der CO2-Emissionen um bis zu 55 Prozent bis Anfang der 2030er Jahre, hieß es.
Die Summe für den Umbau auf eine «grüne» Stahlproduktion beträgt rund 4,6 Milliarden Euro. Die Förderung von Bund und Land liegt bei 2,6 Milliarden Euro - die Restfinanzierung tragen die Unternehmen selbst.
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