AfD-Landesvize offen für Debatte über Schulpflicht
Schwappen die Themen aus dem Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt nach Rheinland-Pfalz? Die Bundesbildungsministerin hat sich bereits deutlich geäußert.
Schwappen die Themen aus dem Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt nach Rheinland-Pfalz? Die Bundesbildungsministerin hat sich bereits deutlich geäußert.
AfD-Landesvize Sebastian Münzenmaier ist offen für eine Debatte über das Aufweichen der Schulpflicht in Rheinland-Pfalz. Es gebe viele europäische Länder mit einer Bildungs- statt einer Schulpflicht, sagte Münzenmaier, der am Samstag auf dem Landesparteitag in Bingen für den Posten als neuer AfD-Landesvorsitzender antritt, im SWR Aktuell-Sommerinterview.
«Da muss man drüber diskutieren, wie könnte so eine Bildungspflicht aussehen? Welche Angebote abseits von einer starren Schulpflicht gäbe es denn dann?», erklärte der stellvertretende Chef der AfD-Bundestagsfraktion. «Sagt ja niemand, dass die Leute dann acht Stunden im Keller sitzen und mit den Eltern zusammen lernen.»
Im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt hat die AfD eine entsprechende Forderung in ihrem Wahlprogramm verankert. Darin setzt sich die Partei für eine «Bildungspflicht statt Schulzwang!» ein und für eine Wahlmöglichkeit für Eltern zwischen Schul- und Hausunterricht. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sowie mehrere andere Bundesländer haben sich bereits deutlich gegen den Vorstoß gewandt.
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