Unter anderem die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (2.v.r.) war bei der Eröffnung dabei. Sie bezeichnete das Festival als «Startrampe» für den Filmnachwuchs.
Oliver Dietze/dpa
Unter anderem die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (2.v.r.) war bei der Eröffnung dabei. Sie bezeichnete das Festival als «Startrampe» für den Filmnachwuchs.
Saarbrücken

47. Filmfestival Max Ophüls Preis eröffnet

Die Premiere des Films «Sie glauben an Engel, Herr Drowak?» eröffnet das Festival Max Ophüls Preis in Saarbrücken. Zum Auftakt ist auch viel Prominenz anwesend.

In Saarbrücken ist am Abend das 47. Filmfestival Max Ophüls Preis (MOP) eröffnet worden. Es gilt als das wichtigste Festival für deutschsprachige Film-Talente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bis Sonntag sind an neun Spielstätten im Saarland 146 Filme in 203 Vorstellungen zu sehen. 

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) bezeichnete das MOP als «Startrampe» für den Filmnachwuchs und «kulturellen Leuchtturm von überregionaler Strahlkraft».

Auf die Gewinner warten 18 Preise im Wert von 123.500 Euro - darunter auch der mit 36.000 Euro dotierte Max Ophüls Preis für den besten Spielfilm. Insgesamt starten in den vier Wettbewerbskategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm 57 Filme - darunter 46 Uraufführungen. 

Große Offenheit, persönliche Themen

Der Eröffnungsabend markiere für die Veranstalter jedes Jahr einen besonderen Moment - nämlich den Beginn einer intensiven Festivalwoche voller Filme, Gespräche und Begegnungen, so die künstlerische Leiterin Svenja Böttger. «Wir öffnen die Türen für neue filmische Perspektiven und für den Austausch über unsere Gegenwart.»

Nach Ansicht von Gesamtleiterin Theresa Winkler stehe das Programm für eine große Offenheit der filmischen Handschriften und für den Mut, komplexe Gegenwartsthemen zu erzählen. «Wir sehen viele Filme, die genau hinschauen, die Fragen stellen, statt einfache Antworten zu geben.» 

Was diese autofiktionalen Erzählungen verbinde, sei laut Böttger eine große Offenheit: «Viele Filme – allen voran der Eröffnungsfilm – erzählen sehr persönlich und enttabuisieren Themen wie mentale Gesundheit, Einsamkeit, Alkoholismus und neue Bilder von Männlichkeit.»

Prominente Schauspieler zum Auftakt und in der Woche

Den Auftakt der Festivalwoche bildete Nicolas Steiners Spielfilmdebüt «Sie glauben an Engel, Herr Drowak?» nach dem Original-Drehbuch von Bettina Gundermann. Es wurde als Europapremiere in Anwesenheit des Filmteams gezeigt und in mehrere Kinosäle in Saarbrücken und in Kinos in Bous und St. Ingbert übertragen. Zusätzlich zu den Hauptdarstellern Luna Wedler, Karl Markovics, Dominique Pinon und Jan Bülow aus dem Eröffnungsfilm kamen auch die Schauspieler Martin Semmelrogge und Mark Waschke zum MOP-Start. 

Zu ihren Filmvorstellungen während der Festivalwoche werden außerdem Pheline Roggan, Bayan Layla, Thomas Loibl, Banafshe Hourmazdi, Halima Ilter, Thelma Buabeng sowie die «Tatort»-Kommissare Daniel Sträßer und Vladimir Burlakov erwartet. 

Teile des Film-Programms sind in dieser Woche bundesweit über ein Streaming-Angebot verfügbar, der Höhepunkt der Festivalwoche, die feierliche Abschluss-Gala mit Preisverleihung, wird am Samstag (19.00 Uhr) auch wieder live über die Homepage des Max Ophüls Preises zu sehen sein.

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