140 Nutrias erlegt – Zahl steigt im Saarland weiter an
Die Zahl erlegter Nutrias im Saarland nimmt weiter zu. Experten warnen: Die invasiven Tiere bedrohen andere Arten und gefährden den Hochwasserschutz.
Die Zahl erlegter Nutrias im Saarland nimmt weiter zu. Experten warnen: Die invasiven Tiere bedrohen andere Arten und gefährden den Hochwasserschutz.
Im Saarland haben Jägerinnen und Jäger mehr als Hundert Nutrias erlegt. Im Jagdjahr 2024/2025 seien es 140 Tiere gewesen, teilte der Deutsche Jagdverband auf dem Bundesjägertag in Suhl mit. Damit ist die Zahl im Vergleich zur Saison 2022/2023 mit 105 entnommenen Exemplaren leicht gestiegen. Zur Jagdsaison 2023/2024 machte der Verband keine Angaben. Seit der Saison 2018/2019 mit 16 erlegten Nutrias weist die Statistik insgesamt einen deutlichen stetigen Anstieg aus.
Die Art gilt als invasiv. Daher sei Deutschland verpflichtet, den Bestand einzudämmen, hieß es zur Erläuterung. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nutrias vernichteten Schilfgürtel und setzten damit zahlreichen Vogel-, Fisch- und Amphibienarten zu. Außerdem unterhöhlten die Tiere Deichanlagen und gefährdeten so den Hochwasserschutz.
Spitzenreiter Niedersachsen
Mit rund 54.000 sind laut dem Jagdverband die meisten Tiere im vergangenen Jagdjahr in Niedersachsen erlegt worden, gefolgt von mehr als 41.000 Nutrias in Nordrhein-Westfalen. Andere Bundesländer folgen mit deutlichem Abstand und vier- oder dreistelligen Zahlen oder gar noch weniger erlegten Exemplaren.
Deutschlandweit steigt die Zahl der erlegten Nutrias seit Jahren an - zuletzt waren es insgesamt 131.157 Tiere. Im Vergleich zu den Zahlen vor 20 Jahren beträgt der Anstieg der getöteten Nutrias dem Verband zufolge rund 1.700 Prozent.
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