Linken-Chef spricht von «Dreckschleuder-Dienst»
Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner betonte hingegen, X sei «keine neutrale Plattform, wo man Menschen trifft, die man sonst nicht treffen kann». Die Algorithmen förderten explizit die Polarisierung und trieben die Gesellschaft auseinander. Linken-Chef Jan van Aken bemängelte, aus dem Kurznachrichtendienst sei ein «Lange-Dreckschleuder-Dienst» geworden. «Das tut mir richtig weh, weil ich habe Twitter damals geliebt.»
Nach einem Bericht von «Table.Media» war die Aktion von der Politischen Geschäftsführerin der Grünen, Pegah Edalatian, initiiert worden. Ihren Worten zufolge ist X mittlerweile zu einem «Einfallstor für Desinformation und eine aggressive Debattenkultur» geworden. Die einzelnen Parteigliederungen und Mitgliedern könnten allerdings selbst entscheiden, ob sie auf der Plattform bleiben wollen.
Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen, der sehr regelmäßig postet, will deshalb auch bei X bleiben. «Demokratische Öffentlichkeit verteidigt man nicht durch Rückzug, sondern durch Präsenz», teilte er auf dpa-Anfrage mit. «Als Demokraten dürfen wir gerade jene Räume nicht aufgeben, in denen autoritäre Akteure dominanter werden wollen.»
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