Bericht: Angriff ereignete sich auf Luftwaffenstützpunkt in al-Asrak
Das «Wall Street Journal» berichtet unter Berufung auf US-Beamte, dass es auf einem Luftwaffenstützpunkt in al-Asrak zu dem iranischen Angriff gekommen sei, den die USA für Einsätze mit Kriegsflugzeugen gegen den Iran genutzt hätten.
Irans Revolutionsgarden reklamierten jüngst unter anderem Raketenangriffe auf einen von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkt in Jordanien. Dabei sei unter anderem auf Schutzbunker für US-Kampfflugzeuge gezielt worden. Unverifizierte Videos in den sozialen Medien, die auch Militärexperten verbreiteten, zeigten mutmaßliche Einschläge iranischer ballistischer Raketen in Jordanien. Das Land hatte zuletzt mehrfach Beschuss aus dem Iran gemeldet.
Die jüngste Eskalation im Krieg
Der Krieg ist in den vergangenen Tagen mit gegenseitigen Angriffen wieder eskaliert. Hintergrund war der Streit rund um die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus. Das US-Militär griff zuletzt die siebte Nacht in Folge Ziele im Iran an.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums starben dort allein seit der neuen Eskalation mindestens 50 Menschen. Mehr als 500 Menschen sind demnach zudem bei den US-Angriffen verletzt worden. Die Regierung berichtet in der Regel nur über zivile Opfer. Über Verluste unter den Streitkräften gibt es keine offiziellen Daten.
Iran hält Rahmenabkommen für hinfällig und droht
Der Iran hat inzwischen erklärt, dass das Rahmenabkommen mit den USA nach der jüngsten Eskalation hinfällig sei. Der oberste Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei drohte in einer Erklärung mit Racheakten. Modschataba, der sich bisher noch nie öffentlich gezeigt hat, ließ mitteilen: «Da der amerikanische Feind nun auf Kriegstreiberei, die Übernahme noch schwererer Kosten und eine noch größere Schande aus ist, soll er wissen, dass das geliebte iranische Volk und die Widerstandsfront unvergessliche Lektionen für ihn bereithalten.»
Diese iranische Erklärung unterstreiche ein grundlegendes Problem des aktuellen Vorgehens der USA, schrieb der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz auf X. «Während die Regierung davon auszugehen scheint, dass zusätzlicher militärischer Druck den Iran letztendlich in einer schwächeren Position an den Verhandlungstisch zurückbringen könnte, zieht die Führung in Teheran möglicherweise genau die gegenteilige Schlussfolgerung.» Die Botschaft aus Teheran deute darauf hin, dass wichtige Entscheidungsträger zunehmend wenig strategischen Wert in einer Rückkehr zu einem Abkommen mit den USA sähen.
Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars, man habe das Rahmenabkommen ausgesetzt. «Wir sind mit der Verteidigung des Landes beschäftigt», zitierte die Agentur den Minister aus einem TV-Interview. Die Amerikaner hätten mit ihren «aggressiven Maßnahmen» gegen Verpflichtungen aus der Absichtserklärung verstoßen. Das sei der Grund gewesen, warum auch der Iran sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden fühlt.
Die USA und der Iran hatten sich Mitte Juni eigentlich auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus. Seit Anfang April galt zudem eine Waffenruhe, die allerdings auch vor der jüngsten Eskalation mehrfach gebrochen wurde. Trump erklärte diese Waffenruhe vergangene Woche für beendet.
© dpa-infocom, dpa:260718-930-405397/4
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten