Dem US-Militär ist nach Angaben von Präsident Trump ein Schlag gegen die venezolanische Gang Tren de Aragua gelungen. (Archivbild)
Jacquelyn Martin/AP/dpa
Dem US-Militär ist nach Angaben von Präsident Trump ein Schlag gegen die venezolanische Gang Tren de Aragua gelungen. (Archivbild)
Kampf gegen Drogenkartelle

Trump: US-Militär tötet Anführer venezolanischer Drogenbande

Tren de Aragua ist eine Gang, die in Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Menschenhandel verwickelt ist. Die US-Regierung betrachtet sie als Terrororganisation - und nimmt ihren Anführer ins Visier.

Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump den Anführer einer berüchtigten venezolanischen Gang getötet. Die Regierung in Venezuela habe den «schnellen und tödlichen Angriff» auf Drogenbaron Niño Guerrero unterstützt, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Guerrero sei der Kopf der Bande Tren de Aragua gewesen, «einer der blutrünstigsten Terrororganisation der Welt». 

Trumps Regierung hat Tren de Aragua und weitere Gruppen des organisierten Verbrechens aus Lateinamerika als ausländische Terrororganisation eingestuft. Die venezolanische Gang ist in Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Menschenhandel verwickelt. Mittlerweile ist sie auch in anderen lateinamerikanischen Ländern und den Vereinigten Staaten aktiv. 

Trump machte in seinem Post keine Angaben dazu, wo und wann Guerrero getötet worden sei. Die von ihm erwähnte «enge Abstimmung mit unseren Freunden in Venezuela» legt nahe, dass der Angriff in dem südamerikanischen Land erfolgte. 

Trump: Wir schicken Drogenbarone in die Hölle

In seinem Post verbreitete Trump auch ein kurzes Video, das einen Luftangriff auf ein Haus zu zeigen scheint. Nach dem Einschlag eines Projektils ist zunächst ein Feuerball zu sehen, dann steigen dicke Rauchwolken auf. 

Trump schrieb, «die Terroristen von Tren de Aragua können sich in Venezuela oder sonst wo nicht mehr verstecken». Die USA würden die «schändlichen Mörder und Drogenbarone jederzeit finden und sie in die Tiefen der Hölle schicken, wo sie hingehören». 

Die US-Justiz hatte Guerrero - mit vollem Namen Hector Rusthenford Guerrero Flores - im Dezember in Abwesenheit angeklagt. Für seine Ergreifung wurde eine Belohnung von 5 Millionen US-Dollar ausgelobt. Staatsanwalt Jay Clayton bezeichnete Guerrero damals als den Drahtzieher hinter der Entwicklung von Tren de Aragua von einer in Gefängnissen aktiven Bande hin zu einer «internationalen terroristischen Organisation».

© dpa-infocom, dpa:260613-930-216933/1
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