Trump gibt sich trotzig.
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Trump gibt sich trotzig.
Nahost

Trump gibt sich trotzig: Haben Iran von der Landkarte gefegt

Der Präsident betont, die USA hätten den Iran «von der Landkarte gefegt». Doch Teheran kündigt neue Angriffe an und spricht von «moderneren Systemen».

US-Präsident Donald Trump hält sich im Iran-Krieg für einen erfolgreichen Feldherrn. In Reaktion auf eine Analyse des «New York Times»-Autoren David Sanger, wonach Trump viele seiner Kriegsziele bislang nicht erreicht habe, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social trotzig zurück: «Doch, das habe ich, und Wochen früher als geplant!» Die USA hätten den Iran «von der Landkarte gefegt.» Das Land habe keine Führung mehr, die Marine und Luftwaffe seien vernichtet. Auch habe es «absolut keine Verteidigung mehr».

Der Iran wolle einen Deal abschließen, bekräftigte Trump. «Ich will das nicht! Wir sind Wochen vor dem Zeitplan», schrieb der US-Präsident weiter. Er hatte zuvor mitgeteilt, er erwäge, die Angriffe im Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, ihre Ziele in dem seit drei Wochen andauernden Krieg zu erreichen. 

Teheran gibt sich kämpferisch - Mehr als 100 Verletzte in Israel

Der Iran zeigt sich jedoch weiter kämpferisch. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionsgarden, man habe die «verwundbaren Punkte des Feindes» analysiert und bereite eine neue Angriffswelle «mit neuen Strategien und moderneren Systemen» vor.

In Israel wurden bei iranischen Angriffen am Abend in der Wüstenstadt Arad nach Angaben des Rettungsdienstes 71 Menschen verletzt. Zehn Menschen darunter befänden sich in ernstem Zustand. Davor waren bereits in der südlichen Wüstenstadt Dimona mehr als 40 Personen bei einem iranischen Angriff verletzt worden. Arad liegt rund 50 Kilometer nördlich von Dimona.

Erstmals hatte Teheran zudem zwei Raketen auf den US-britischen Stützpunkt Diego Garcia gefeuert. Zwar trafen sie laut US-Medien die Basis nicht. Der Stützpunkt liegt aber rund 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste – und damit etwa doppelt so weit entfernt, wie die bislang offiziell bestätigte Reichweite des iranischen Raketenarsenals. Iranische Mittelstreckenraketen könnten mit einer solchen Reichweite theoretisch auch europäische Städte erreichen.

© dpa-infocom, dpa:260322-930-847966/1
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