Pantisano bedauert Ablehnung seiner Entschuldigung durch CDU
Kurz vor seiner Wahl zum Linken-Chef wirft Pantisano der Union faschistische Politik vor. Die Union nimmt seine Entschuldigung dafür nicht an. Worum es Pantisano bei seiner Aussage ging.
Kurz vor seiner Wahl zum Linken-Chef wirft Pantisano der Union faschistische Politik vor. Die Union nimmt seine Entschuldigung dafür nicht an. Worum es Pantisano bei seiner Aussage ging.
Der neu gewählte Linken-Vorsitzende Luigi Pantisano bedauert, dass die CDU seine Entschuldigung für den Faschismus-Vorwurf nicht akzeptiert. «Ich finde es schade, dass die CDU diese Entschuldigung, die sehr deutlich ist, und auch ehrlich ist, nicht annimmt», sagte Pantisano im ARD-Interview der Woche.
Mit seiner Aussage habe er seine Sorge zum Ausdruck bringen wollen, dass Politiker und Politikerinnen der CDU immer öfter Politik der AfD übernehmen würden. «Diese Kernfrage, mit der muss sich die CDU beschäftigen. Und deswegen trete ich auch von dieser Kritik, die ich daran habe, nicht zurück. Der Satz war falsch. Die Gleichsetzung von CDU und AfD ist falsch.»
Seine Entschuldigung dafür habe Pantisano so gemeint, wie er sie gesagt habe. «Damit ist das Thema erledigt. Aber die Kernkritik, da kann die CDU nicht davon versuchen abzulenken. Das werden wir auch nicht durchgehen lassen».
CDU hatte Entschuldigung abgelehnt
Pantisano hatte kurz vor seiner Wahl zum Co-Vorsitzenden der Partei die Linke in einem «Bild»-Interview die CDU scharf angegriffen und gesagt: «Letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst.» Später entschuldigte er sich und nannte seine Aussage verkürzt.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte die Entschuldigung daraufhin abgelehnt. «Von "verkürzt" zu sprechen, ist eine Unverschämtheit», sagte Linnemann der «Bild»-Zeitung. Er fügte hinzu: «Die Aussage von Herrn Pantisano war glasklar. Jetzt versucht er, sich mit "verkürzt" rauszuwinden.»
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