Anschlagspläne? 21-Jähriger nach Tadschikistan ausgereist
Ein junger Mann, der womöglich einen Anschlag geplant haben soll, hat Sachsen-Anhalt verlassen. Er ist zurück in Tadschikistan.
Ein junger Mann, der womöglich einen Anschlag geplant haben soll, hat Sachsen-Anhalt verlassen. Er ist zurück in Tadschikistan.
Ein im Dezember wegen möglicher Anschlagspläne in Magdeburg festgenommener Mann ist in sein Heimatland Tadschikistan zurückgekehrt. Der 21-Jährige sei bereits am Samstag kontrolliert ausgereist, teilte das Innenministerium in Magdeburg mit. Die Ausreise sei in enger Zusammenarbeit von Bundes- und Landesbehörden koordiniert worden. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden hatte der Tadschike eine schwere Gewalttat geplant.
Möglicher Anschlag auf größere Menschenmenge
Der Mann war im Dezember in Magdeburg festgesetzt und danach in Vorbereitungshaft genommen worden. Damit sollte ein möglicher Anschlag auf größere Menschenmengen verhindert werden. Den mutmaßlichen Plänen soll den Erkenntnissen zufolge eine islamistische Motivation zugrunde liegen.
Laut Landesinnenministerium war die Ingewahrsamnahme durchgeführt worden, «um die unmittelbar bevorstehende Begehung einer schweren Gewaltstraftat zu verhindern». Die polizeiliche Maßnahme wurde durch einen richterlichen Beschluss des Amtsgerichts Magdeburg bestätigt. Der Mann habe sich radikalisiert und Interesse an Waffen und Schießtraining gezeigt, hieß es.
Mit Visum eingereist: Ausbildung zum Pflegefachmann
Der Tadschike war im Juni 2024 mit einem Visum nach Deutschland eingereist. In einem Motivationsbrief zur Teilnahme an einem Au-pair-Programm soll er angegeben haben, sich für die deutsche Sprache und Kultur zu interessieren. Demnach wollte er später in seine Heimat zurückkehren, um Tourismusmanagement zu studieren. Schließlich hat er in Magdeburg eine Ausbildung zum Pflegefachmann begonnen.
Gegen den Mann wurde nach Angaben des Innenministeriums auch ein unbefristetes Einreiseverbot und dauerhaftes Aufenthaltsverbot verhängt. Alle beteiligten Behörden hätten sich eng abgestimmt und Hand in Hand gearbeitet, sagte Innenministerin Tamara Zieschang (CDU).
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