Es gehört zu den Popklischees, dass Künstler ihr aktuelles Album als ihr persönlichstes bezeichnen. Im Fall von Adam Lamberts sechstem Studioalbum, dem ersten auf seinem eigens gegründeten Label, scheint es tatsächlich zu stimmen. Deshalb hat der vielseitige US-Sänger und gelegentliche Queen-Frontmann es schlicht «Adam» genannt.
Ein Porträt von Adam Lambert im Jahr 2026
«Es ist so etwas wie ein Porträt von mir im Jahr 2026», sagt Lambert im Interview der Deutschen Presse-Agentur in London. «Es ist geprägt von den vergangenen Jahren, von dem, was ich erlebt habe, was mich hierhergeführt hat und wohin ich als Nächstes gehen möchte.»
So verarbeitet er in der Ballade «Am I Okay» eine schmerzhafte Trennung. «Ich habe noch nie einen Song so kurz danach geschrieben. Es war buchstäblich erst eine Woche später», erzählt er. «Der Song handelt von diesem Zustand der Unsicherheit. Ihn zu schreiben war wie eine Therapie, weil ich all diese Gedanken herauslassen konnte.»
90er-Pop trifft Electro- und Industrial-Klänge
Musikalisch schlägt der 44-Jährige mit der Ausnahmestimme auf «Adam» eine neue, gewagte musikalische Richtung ein. Er mischt 90er-Jahre-Pop und Alternative-Rock mit technoiden Klängen, Electro und hartem Industrial-Sound. Lambert nennt sehr unterschiedliche Einflüsse - Nine Inch Nails, Björk, Prince, Daft Punk, The Chemical Brothers oder George Michael.