US-Popdiva Madonna, andere Künstler sowie Ärzte, Journalisten und Hochschulprofessoren protestieren gegen die Inhaftierung von Kindern in einem Abschiebezentrum der Behörde ICE in Texas. (Archivbild)
Evan Agostini/Invision/dpa
US-Popdiva Madonna, andere Künstler sowie Ärzte, Journalisten und Hochschulprofessoren protestieren gegen die Inhaftierung von Kindern in einem Abschiebezentrum der Behörde ICE in Texas. (Archivbild)
Umstrittene Einrichtung

Prominente fordern Schließung von ICE-Haftanstalt in Texas

Das teils brutale Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE bestimmte zeitweise auch die internationalen Schlagzeilen. Nun setzen sich Madonna und andere Prominente vor allem für betroffene Kinder ein.

Zahlreiche Prominente wie US-Popstar Madonna und Schauspieler Ben Stiller fordern die sofortige Schließung einer viel kritisierten Haftanstalt der US-Einwanderungsbehörde ICE im texanischen Ort Dilley. Fast 16.000 Menschen haben bis Montagmittag ihre vor zwei Tagen auf der Plattform change.org veröffentlichte Petition unterschrieben, wie auf der entsprechenden Internetseite zu sehen ist. Sie kritisieren vor allem die dortige Inhaftierung von Kindern und Familien. Die ICE-Razzien gegen Migranten sind Teil der aggressiven Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump. 

Zu den Berühmtheiten aus Musik, Film und anderen Kunstrichtungen, die die Petition unterstützen, gehören ferner Jane Fonda und Javier Bardem sowie Ärzte, Pädagogen, Journalisten und Uni-Professoren. «Kinder, die in Abschiebehaft gehalten werden, erleiden Traumata, Vernachlässigung und Bedingungen, die grundlegende Standards der Gesundheit, Sicherheit, Würde und Menschenrechte verletzen», heißt es unter anderem in der Petition, die sich an die US-Regierung richtet. «Kinder gehören in Schulen und auf Spielplätze, nicht in Haftanstalten.» Die Familien müssten dorthin zurückkehren können, wo sie festgenommen wurden. 

Die Einrichtung in dem Ort Dilley südwestlich von San Antonio war zuletzt wegen eines Masernausbruches und der Inhaftierung eines Fünfjährigen in die Schlagzeilen geraten. Der Junge war mit seinem Vater bei einer Razzia im Bundesstaat Minnesota aufgegriffen und in Gewahrsam genommen worden. Nach einer Gerichtsentscheidung kamen die beiden wieder frei.

© dpa-infocom, dpa:260331-930-889851/1
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