Der zweifache Oscar-Preisträger Adrien Brody (53, «Der Brutalist», «Der Pianist») hat sich für sein Broadway-Debüt als Todeszellenhäftling für fünf Monate in einem Hotelzimmer isoliert, um sich besser in die Rolle hineinzuversetzen. «Es ist natürlich einsam», sagte der Schauspieler der US-Zeitschrift «Interview Magazine». «Aber ich spiele einen Mann, der noch viel tiefer in dieser Isolation lebte. Was ich erlebe, kratzt nur an der Oberfläche.»
In dem Stück «The Fear of 13» porträtiert er den Amerikaner Nick Yarris, der mehr als zwei Jahrzehnte unschuldig in einer Todeszelle saß. Für solche Rollen sei es notwendig, auf gewisse Annehmlichkeiten und Freiheiten zu verzichten, sagte Brody.
Noch extremer habe er das für die Rolle des jüdischen Musikers Wladyslaw Szpilman in Roman Polanskis Holocaust-Drama «Der Pianist» getan, erzählte der Schauspieler. Damals sei er aus seinem Haus ausgezogen, habe das Telefon gänzlich abgestellt, Klavier spielen gelernt und eine Hungerdiät gemacht. Zu diesem Zeitpunkt habe er keine eigene Familie gehabt, daher habe er solche Methoden anwenden können. Für seine persönlichen Beziehungen sei es aber nicht einfach gewesen, führte er aus.