Kurzweiliges Actionkino alter Schule
In den 80er und 90er Jahren gehörten Actionfilme dieser Art zum Standardprogramm. Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone oder Jean-Claude Van Damme lockten mit ihren Ein-Mann-Abrechnungsfilmen die Zuschauer ins Kino. Heute sind solche Actionkracher auf der großen Leinwand seltener geworden. Jason Statham hält die Fahne des Genres mit regelmäßigen Produktionen hoch.
Die Handlung von «Mutiny» weist Parallelen zu zwei Actionklassikern auf - «Stirb langsam» (1988) mit Bruce Willis und «Alarmstufe: Rot» (1992) mit Steven Seagal. Wie John McClane im Nakatomi Tower und Casey Ryback auf der USS Missouri ist auch Cole Reed fast auf sich allein gestellt - und räumt trotzdem rigoros einen Schurken nach dem anderen aus dem Weg. Laut Insidern lässt sich Statham bei seinen Filmen vertraglich zusichern, dass seine Figur keinen fairen Kampf verliert.
Die Kampfszenen sind blutig und sehr explizit. Einmal spritzt das Blut sogar auf die Kamera. «Mutiny» zeigt die Gewalt oft detailliert und in Nahaufnahme. Dabei wird manch brutale Szene vielleicht etwas zu sehr ausgekostet. Ein Kampf mit einem Fischhaken ist besonders unappetitlich.
Aber «Mutiny» bietet 90 Minuten solide Action-Unterhaltung mit hohem Tempo. Jason Statham gibt vor der Kamera zwar den humorlosen Einzelkämpfer. Der Film hat aber durchaus witzige Momente, etwa wenn er sich über das eigene Geschehen lustig macht. So stellt ein Navy-Captain ungläubig fest, dass ein hochdekorierter Kriegsheld und Ex-Polizist, der für einen Mord gesucht wird, auf einem Schiff die kriminelle Besatzung eliminiert.
Kluth empfiehlt sich für weitere Rollen
Gedreht wurde bereits vor zwei Jahren auf Malta und in den Pinewood Studios nahe London, wo unter anderem eine ganze Straße in Bangkok nachgebaut wurde. Simon Kluth äußerte sich am Rande der Dreharbeiten in Pinewood begeistert. «Das ist toll für mich», sagte er der dpa am Set. «Viele tolle Filme, die ich gesehen habe, wurden hier gedreht. Und das ist schon total aufregend.»
Der vielseitige Hamburger, der dieses Jahr unter anderem an der New Yorker Metropolitan Opera auftrat, empfiehlt sich mit seinem kurzen, aber eindrucksvollen Auftritt in «Mutiny» für weitere internationale Rollen. Lust auf mehr Filme in diesem Stil hat Simon Kluth jedenfalls, wie er sagt, «total».
Von Philip Dethlefs, dpa
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