Der Sarg der Schauspielerin Brigitte Bardot wird zur Trauerfeier in die Kirche Notre-Dame de l'Assomption getragen.
Philippe Magoni/AP/dpa
Der Sarg der Schauspielerin Brigitte Bardot wird zur Trauerfeier in die Kirche Notre-Dame de l'Assomption getragen.
Leinwandstar

Frankreich verabschiedet sich von Filmikone Brigitte Bardot

Sie hat das französische Kino geprägt und ist zur Filmlegende geworden. Ende Dezember starb Brigitte Bardot. Fans in ganz Frankreich sagen «BB» nun «Adieu».

Fans, Freunde und Familie haben Abschied von der verstorbenen französischen Starschauspielerin Brigitte Bardot genommen. Im südfranzösischen Saint-Tropez gedachte ein enger Kreis dem Leinwandstar bei einer Trauerfeier. Die Messe wurde an verschiedenen Orten in der Stadt live auf großen Bildschirmen übertragen. 

Auch im französischen Fernsehen konnten Fans der Totenmesse beiwohnen. Nach einer Prozession durch die Stadt soll Bardot dann in einem Familiengrab beigesetzt werden.

Bekannte Persönlichkeiten und weit gereiste Fans zugegen

Schon am Morgen hatten sich etliche Bewunderer der Schauspielerin in Saint-Tropez versammelt. «Wir waren gestern zehn Stunden unterwegs, um ihrer zu gedenken», erzählte ein Fan dem Sender France Info. «Sie war wirklich eine außergewöhnliche Frau. Ein Stückchen Frankreich geht verloren.» Fans applaudierten, als die Kolonne mit dem Sarg von Bardot Richtung Kirche an ihnen vorbeifuhr.

Trotz des kleinen Kreises an Gästen in der Kirche Notre-Dame de l'Assomption waren auch bekannte Gesichter zu sehen. So sang Chanson-Star Mireille Mathieu bei der Messe. Vor dem Gottesdienst zeigte sie sich sichtlich berührt vom Tod Bardots. 

In ihrem letzten Telefonat hätten die zwei sich Schwestern genannt, erzählte Mathieu. Auch der bekannte Walfanggegner Paul Watson nahm an der Messe teil. Bardot hatte sich sehr für den Tierschutz engagiert.

«Was Brigitte wollte, war ein einfaches Begräbnis.»

Bardot war Ende Dezember im Alter von 91 Jahren in ihrer Residenz «La Madrague» im südfranzösischen Saint-Tropez gestorben. In nur wenigen aktiven Kinostar-Jahren war sie in die Filmgeschichte eingegangen. Ihren internationalen Durchbruch schaffte die 1934 geborene Schauspielerin mit «Und immer lockt das Weib» von Roger Vadim. 

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere in den Jahren 1973/74 verabschiedete sie sich von der Welt des Films. Sie war des Starrummels müde. Der Nachwelt hinterlässt sie mehr als 45 Filme.

Berichten zufolge hatte der französische Präsidentenpalast eine große Hommage an Bardot vorgeschlagen. Die Familie der Filmdiva, die die rechtsnationale Marine Le Pen unterstützte, sei dem aber nicht gefolgt. Bei großen Trauerfeiern ist Präsident Emmanuel Macron häufig dabei, bei Feiern im Familienkreis ist dies nicht so. Aus der Regierung nahm die beigeordnete Ministerin für Gleichstellung, Aurore Bergé, teil.

Bardots Witwer, Bernard d'Ormale, stellte im Magazin «Paris Match» klar: «Was Brigitte wollte, war ein einfaches Begräbnis.» Seine langjährige Partnerin fehle ihm enorm. Sie sei zweifach wegen Krebs operiert worden, der sie schließlich davongetragen habe.

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