«Früher gab es vielleicht noch die Pfadfinder oder den Trainer, aber heute fehlen coole männliche Vorbilder», so Decker. (Archivbild)
Sebastian Christoph Gollnow/dpa
«Früher gab es vielleicht noch die Pfadfinder oder den Trainer, aber heute fehlen coole männliche Vorbilder», so Decker. (Archivbild)
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Anika Decker kritisiert fehlende Vorbilder für Jungen

Anika Decker feierte mit dem Drehbuch zu «Keinohrhasen» ihren Durchbruch. Nun spricht sie in einem Interview darüber, wo sie in den sozialen Medien Nachholbedarf sieht.

Autorin Anika Decker (50, «Keinohrhasen») vermisst in den sozialen Medien Vorbilder für Jungen und Männer. «Wenn ein Junge Tiktok öffnet, habe ich gerade gelesen, dann sieht er spätestens nach 20 Minuten den ersten toxischen Männerinhalt», sagte Decker der «Neuen Osnabrücker Zeitung». 

«Früher gab es vielleicht noch die Pfadfinder oder den Trainer, aber heute fehlen coole männliche Vorbilder, weil diese hasserfüllten Inhalte alles verdrängen», kritisierte Decker weiter. Das sei ein Problem. «Jungs bleiben gerade ziemlich auf der Strecke. Und es gibt keine guten Orte, an denen sie in einem frühen Alter aufgefangen werden», sagte Decker weiter.

Decker hatte ihren Durchbruch mit dem Drehbuch zu «Keinohrhasen», in dem Till Schweiger (62) und Nora Tschirner (44) die Hauptrollen spielten. Später fing sie selbst an, erfolgreich als Regisseurin zu arbeiten, zum Beispiel mit der Komödie «Traumfrauen». Auch als Romanautorin trat sie schon in Erscheinung.

© dpa-infocom, dpa:260213-930-681341/1
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