Zur Erinnerung: Als Hoeneß im April 2023 beim VfB loslegte, standen die Schwaben auf dem letzten Platz. Er verhinderte über die Relegation den Bundesliga-Abstieg und startete dann durch: Vizemeister 2024, Pokalsieger 2025, Champions League 2026. Sein Vertrag läuft noch bis 30. Juni 2028.
VfB-Coach: «Vinnie macht einen überragenden Job»
Die Bayern wiederum haben ihren «Vinnie» längst weitsichtig bis Mitte 2029 gebunden. Hoeneß sagte über Kompany: «Er führt und stellt die Mannschaft in herausragender Form ein. Dass Vinnie sehr viele Sachen sehr gut macht, seit er bei Bayern ist, das ist offensichtlich. Er macht einen überragenden Job.»
Zur Erinnerung: Kompany kam vor zwei Jahren als Nachfolger von Thomas Tuchel vom Premier-League-Absteiger FC Burnley. Der Belgier galt als Notlösung - und entpuppte sich als Volltreffer. «Wir haben einen Trainer gefunden, der selbst Spieler wie einen Harry Kane oder Luis Díaz noch entwickelt - neben den jungen Spielern», lobte Sportvorstand Max Eberl.
Einer, der beide Trainer aufmerksam beobachtet, ist Uli Hoeneß. Bayern Münchens Ehrenpräsident nennt Kompany «einen Sechser im Lotto». Der 74-Jährige schwärmte vor einer Woche bei der Münchner Meisterfeier: «Vincent Kompany macht einfach alles richtig. Er ist sehr sympathisch. Er ist konsequent. Er hat große soziale Kompetenz. Er ist ein überragender Trainer.»
Was Uli Hoeneß seinem Neffen zutraut
Uli Hoeneß ist aber auch sehr angetan vom Wirken seines Neffen, über den er jüngst in einem DAZN-Interview angesprochen auf eine mögliche Zukunft als Coach der Bayern-Profis sagte: «Er kommt mindestens mal infrage.» Aktuell steht Komapny im Ranking aber noch vor dem Hoeneß-Neffen. «Kompany kann von mir aus noch fünf oder zehn Jahre hierbleiben», äußerte Uli Hoeneß.
Eine Bayern-Vergangenheit hat Sebastian Hoeneß übrigens schon: Er führte die zweite Mannschaft 2019/20 sensationell zur Meisterschaft in der 3. Liga. Der berühmtere Fußballspieler war Kompany. Und die Strahlkraft des Belgiers als Trainer ist aktuell auch noch größer als die von Sebastian Hoeneß.
In Berlin kommt es zum vierten Aufeinandertreffen der Saison. Sie begann mit einem 2:1 für Bayern im Supercup. Es folgten ein 5:0 und 4:2 in der Liga. Mit dem Heimsieg im Rückspiel machten die Bayern am 19. April vorzeitig den 35. Meistertitel in der Allianz Arena perfekt. Nun beendet das DFB-Pokalfinale die nationale Spielzeit. Muss Hoeneß wieder Kompany zum Titel gratulieren? Oder Kompany dem VfB-Kollegen zur erfolgreichen Titelverteidigung?
Von Klaus Bergmann und Maximilian Wendl, dpa
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