Felix Jaehn «schockiert» über Glücksgefühle-Streit
Das Festival am Hockenheimring verspricht Glücksgefühle - doch sind Äußerungen gegen Extremismus deshalb tabu? DJ Felix Jaehn hält entschieden dagegen.
Das Festival am Hockenheimring verspricht Glücksgefühle - doch sind Äußerungen gegen Extremismus deshalb tabu? DJ Felix Jaehn hält entschieden dagegen.
Der Streit um mögliche politische Äußerungen auf dem Glücksgefühle-Festival hat DJ Felix Jaehn nach eigenen Worten «schockiert». «Seit wann soll Kunst unpolitisch sein?», schreibt Jaehn (32) in einem Instagram-Beitrag. «Seit wann wird die Meinungsfreiheit von Künstler*innen durch Veranstaltende eingeschränkt?»
Hintergrund ist eine Bitte des Festivalveranstalters, bei Auftritten nicht über Politik zu reden. Sie führte unter anderem zur Absage der Band Alphaville («Forever young»). Die Veranstalter bezeichneten die Bitte inzwischen als Fehler.
Jaehn - auch als Fee bekannt - schrieb: «Als queere Person werde auch ich mir niemals das Recht nehmen lassen, mich offen gegen eine Partei auszusprechen, die in Teilen gesichert rechtsextrem ist, die sich ganz offen auch gegen meine Existenz als non-binäre Person positioniert.» Als non-binär werden Menschen beschrieben, die sich nicht als ausschließlich männlich oder weiblich identifizieren. Sie fallen damit auch unter dem Sammelbegriff queer.
DJ Jaehn betonte, mit der Absage von Alphaville hätten die Veranstalter das Festival am Hockenheimring erst richtig politisch aufgeladen. Er glaube an Demokratie und Meinungsfreiheit und kündigte an, die Bühne am Wochenende zu nutzen. Der Auftritt ist für Samstag angekündigt.
© dpa-infocom, dpa:260904-930-631713/2
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