Der Angeklagten droht eine lange Haftstrafe. (Archivbild)
Stefanie Järkel-Bahat/dpa
Der Angeklagten droht eine lange Haftstrafe. (Archivbild)
Gerichtsverfahren endet

Als Lehrerin ausgegeben: Urteil gegen Hochstaplerin erwartet

Mathe, Physik, Chemie - jahrelang unterrichtete sie Schülerinnen und Schüler. Die Abschlüsse dafür hatte sie mutmaßlich gefälscht. Wie viel Lohn die 41-Jährige bekam und was ihr nun an Strafe droht.

Eine Frau, die jahrelang in mehreren Bundesländern ohne die entsprechende Qualifikation als Lehrerin gearbeitet haben soll, muss voraussichtlich einige Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Heidelberg will heute (12.00 Uhr) sein Urteil gegen die geständige 41-Jährige sprechen. 

Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben jeweils mehrjährige Gesamtfreiheitsstrafen gefordert, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Es geht unter anderem um Betrug und Urkundenfälschung.

«Ich empfinde extreme Scham»

Die Frau soll laut Anklage an Privatschulen in Heidelberg und im saarländischen Homburg Mathematik, Physik und Chemie unterrichtet haben. Demnach hatte sie die dafür notwendigen Hochschulzeugnisse gefälscht sowie ein Führungszeugnis ohne Einträge erstellt. 

Allein in Heidelberg soll sie laut Gericht von 2021 bis 2024 einen Bruttolohn in Höhe von fast 200.000 Euro erschlichen haben. In Homburg waren es demzufolge von Januar bis April 2025 wiederum rund 11.000 Euro Gehalt. Wegen ähnlicher Taten war die Frau in Rheinland-Pfalz verurteilt worden.

Zudem soll sie bei einer Bank ein Darlehen in Höhe von 25.000 Euro beantragt haben - mit gefälschten Gehaltsnachweisen. Ihr Anwalt hatte am vergangenen Montag beim Prozessauftakt im Namen seiner Mandantin alle Vorwürfe eingeräumt. Die 41-Jährige sagte: «Ich empfinde extreme Scham.»

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