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Junge Mutter bei Unfall gestorben: 72-Jähriger erneut freigesprochen

Im Januar 2017 ereignete sich bei Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) ein schrecklicher Unfall bei dem eine junge Mutter ums Leben kam. Nun wurde ein beteiligter Fahrer trotz Handynutzung erneut freigesprochen.

Gericht sprach Mann erneut frei

Die Handynutzung eines Autofahrers bei einem tödlichen Autobahn-Unfall in Schleswig-Holstein bleibt ohne strafrechtliche Folgen. In der Berufungsverhandlung um den Unfalltod einer 34-jährigen Mutter sprach das Kieler Landgericht den 72-jährigen Autofahrer vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung frei. Der schreckliche Unfall hatte sich im Januar 2017 auf der A7 bei Bad Bramstedt nördlich von Hamburg ereignet.

 

War Handynutzung verantwortlich für die Kollision?

Nach einem Unfallgutachten und der Anhörung von Zeugen sei laut Gericht nicht auszuschließen, dass der Unfall - unabhängig von einer möglichen Handynutzung des Angeklagten - unvermeidbar gewesen sei. Bereits das Amtsgericht Neumünster kam als erste Instanz 2018 zum gleichen Schluss. Demnach sei die Reaktionszeit zu kurz gewesen.

Staatsanwaltschaft und der Witwer als Nebenkläger waren damals in Berufung gegangen – weil sie davon ausgegangen waren, dass die Handynutzung des Autofahrers zu dem Unfall geführt hatte.

 

Mutter starb, Säugling überlebte

Zu der tödlichen Kollision kam es damals, als der Angeklagte bei Tempo 120 sein Auto nach einem Überholmanöver zurück auf die rechte Fahrspur lenkte und mit der jungen Mutter kollidierte, die gerade dabei war mit einer Geschwindigkeit von rund 60 km/h vom Standstreifen zurück auf die Autobahn zu fahren. Die 34-Jährige starb, ihr acht Monate alter Sohn im Auto überlebte mit leichteren Verletzungen.

 

 

Quelle: dpa