Erpressungsfall: Vorsicht bei verdächtigen Paketen

Nach dem Fund einer Paketbombe in Potsdam rät die Polizei zur Vorsicht bei der Annahme von Paketen mit unbekanntem Absender in der Vorweihnachtszeit.

Sprengsatz in Paketen deponiert 

Mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft wird der Paketdienst DHL erpresst. Der oder die Täter verlangten eine Millionensumme. Sie nähmen schwerste Verletzungen der Adressaten oder sogar deren Tötung billigend in Kauf, warnte Brandenburg Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD).

Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke sagte, der Apotheker habe beim Aufmachen ein Zischen gehört. Zuerst hatte es dagegen geheißen, das Paket habe vermutlich über keinen Zünder verfügt. Inzwischen sei der Sprengsatz aber noch mal analysiert worden, sagte Mörke.

Die Sicherheitsbehörden halten weitere Sendungen für möglich oder sogar wahrscheinlich, wie Mörke weiter erklärte. Betroffen seien bislang vor allem kleine Unternehmen. Auch die Sendung an Privatpersonen sei aber nicht auszuschließen, hieß es.

 

Vorsicht vor verdächtigen Paketen

„Wer ein auffälliges Paket zugestellt bekommt, nicht öffnen, denn das könnte die Auslösung bewirken“, warnte Innenminister Schröter. Hinweise seien zum Beispiel unbekannte Absender, Rechtschreibfehler oder auch aus dem Paket ragende Drähte, erklärte die Polizei, die auch eine Telefonhotline schaltete.

Die Pakete enthielten nach bisherigen Ermittlungen unter anderem Nägel, Schrauben und sogenannte Polenböller. So werden umgangssprachlich Feuerwerkskörper bezeichnet, die wegen Sicherheitsmängeln in Deutschland illegal sind.

Der von einer Erpressung betroffene Paketdienst DHL will zu dem Fall derzeit keine Stellung nehmen.

 

Quelle: dpa

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