Vox-Aufstieg überschattet Sánchez-Sieg in Spanien

Die Sozialisten von Ministerpräsident Pedro Sánchez haben bei der zweiten Parlaments-Neuwahl des Jahres in Spanien ihren Erfolg vom April wiederholt - doch der «Bloqueo», die politische Lähmung in Madrid, droht nach der Abstimmung vom Sonntag noch unüberwindbarer zu werden.

PSOE verpasst absoluzte Mehrheit

Das Erstarken der Rechtspopulisten und die zunehmende Parteienzersplitterung machen die Lage im neuen «Congreso de los Diputados» noch komplizierter als zuvor.

Nach Auszählung von fast allen Stimmen verpasste die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) von «Pedro dem Schönen», wie Frauenliebling Sánchez genannt wird, mit 28 Prozent erneut deutlich die absolute Mehrheit. Sie wird sich nach diesen Zahlen mit 120 von insgesamt 350 Sitzen (drei weniger als nach der April-Wahl) begnügen müssen. Sánchez selbst gab sich dennoch optimistisch und versprach, dass er ab Montag daran arbeiten werde, die Blockade zu beenden. «Wir werden alle Parteien ansprechen bis auf jene, die Hass verbreiten.»

Zudem verbucht die ultrarechte Partei Vox einen Riesen-Erfolg. Sie konnte im Vergleich zur Wahl vor rund sechs Monaten gleich um rund fünf Prozentpunkte zulegen, kam auf rund 15 Prozent. Mit diesen Zahlen wird Vox die Zahl ihrer Parlamentssitze von 24 auf 52 mehr als  verdoppeln. «Deutsche Verhältnisse», klagten politische Beobachter mit Blick auf die AfD.

 

Quelle: dpa

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