Spahn fordert schnellen Vertrag zu Corona-Impfstoff aus Mainz

Bundesgesundheitsminister Spahn hat die EU-Kommission aufgefordert, so schnell wie möglich den Vertrag für die Lieferung des Corona-Impfstoffes abzuschließen.

Spahn sagte im ZDF, es gebe einen Vorvertrag mit dem Mainzer Unternehmen Biontech aber keinen Abschluss. Als deutscher Gesundheitsminister könne er es nur schwer erklären, wenn in anderen Regionen der Welt ein hier produzierter Impfstoff schneller verimpft würde als in Deutschland selbst. Auch wenn viele rechtliche Fragen zu klären seien, es gehe auch um Geschwindigkeit. 

Die EU-Kommission verhandelt bereits seit einiger Zeit mit Biontech/Pfizer über einen Rahmenvertrag zur Lieferung des Impfstoffs an alle EU-Staaten. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb am Montagnachmittag auf Twitter, man werde bald einen Vertrag über bis zu 300 Millionen Impfdosen abschließen. 

Als erste westliche Hersteller hatten Biontech und Pfizer am Montag vielversprechende Ergebnisse veröffentlicht. Demnach bietet ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19. Die Unternehmen wollen voraussichtlich ab der kommenden Woche die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen. Spahn geht von einer parallelen Beantragung der Zulassung bei FDA und der europäischen Arzneimittelbehörde EMA aus.