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Python-Haut in Küche entdeckt - doch wo ist die Schlange?

Böse Überraschung für die Bewohner eines Reihenhauses in Freckenhorst im Münsterland: Am Freitag entdeckten sie in ihrer Küche ein Stück Haut einer Python – doch keine Spur von dem Tier. Es folgte die Evakuierung sowie Versiegelung von gleich fünf Häusern auf der Suche nach der Würgeschlange. Doch es handelte sich um einen Fehlalarm.

Falscher Alarm!

Inzwischen können die Anwohner des Hauses wieder aufatmen. Die großangelegte Suche nach einer jungen Python wurde von der Feuerwehr eingestellt, denn wie sich herausgestellt hat, handelte es sich offenbar um einen Fehlalarm und die gefundene Schlangenhaut stamme laut einem Hinweis aus der Bevölkerung zufolge nicht von einem lebenden Tier, teilte die Stadt Warendorf am Wochenende mit. Doch was war genau passiert?

 

Bewohner müssen Häuser verlassen

Am Freitag entdeckten die Bewohner eines Reihenhauses in ihrer Küche ein Stück Schlangenhaut. Ein Reptilienexperte ging nach Angaben der Feuerwehr Warendorf davon aus, dass das gut 30 Zentimeter lange Stück von einem jungen Tigerpython stammte. Er habe die Größe der ungiftigen Würgeschlange auf 80 bis 90 Zentimeter geschätzt, sagte Christian Reinker von der Feuerwehr Warendorf gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Das Tier selbst wurde zunächst nicht gesichtet. Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt wurden daraufhin alle fünf miteinander verbundenen Häuser versiegelt. Um die Schlange zu finden, wurde Mehl verteilt und ein Lebendköder ausgesetzt. Die insgesamt elf Bewohner mussten bei Angehörigen untergebracht werden. Laut Feuerwehr habe niemand aus dem Gebäudekomplex eine Schlange vermisst. Wie die Schlangenhaut in die Küche geraten war, wurde auch am Sonntag nicht bekannt.

Der Fall erinnert an eine entflohene Schlange in Herne. Dort war im August 2019 eine hochgiftige Monokelkobra in einem Mehrfamilienhaus entwischt. Sie konnte erst nach mehreren Tagen wieder eingefangen werden. Die Mieter durften damals tagelang nicht in ihre Wohnungen.


 

Quelle: dpa