Diskussion um einheitliche Obergrenze bei Privatfeiern

Mehrere Bundesländer, darunter auch Rheinland-Pfalz, befürworten eine einheitliche Obergrenze an Teilnehmern bei Familienfeiern, um die steigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus einzudämmen. Die Gesundheitsminister von Bund und Länder werden an diesem Montagnachmittag in einer Telefonkonferenz über mögliche Reaktionen auf die steigenden Corona-Zahlen beraten. Dabei soll es unter anderem um Auflagen für Familienfeiern und anderen Veranstaltungen gehen.

Wo soll die Obergrenze bei Familienfeiern liegen?

Die Länderchefs sind sich bezüglich einer einheitlichen Regelung zur Größe von Privatfeiern, Bußgeldern bei Verstößen gegen die Infektionsschutzregeln oder der Anzahl von Corona-Tests uneinig. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montagmorgen aus Kreisen der Gesundheitsminister erfuhr, wollen die Minister am Nachmittag in einer Telefonkonferenz über mögliche verschiedene Reaktionen auf die Zunahme registrierter Corona-Neuinfektionen beraten. Dabei soll es neben einer möglichen Begrenzung der Größe von Veranstaltungen auch eine mögliche erweiterte Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Masken in Deutschland und eine Anpassung der Strategie für Corona-Tests gehen.

Mit Entscheidungen wird nicht gerechnet, heißt es von Seiten der Deutschen Presse-Agentur. Es gilt aber als möglich, dass die Gesundheitsminister Empfehlungen aussprechen für eine Runde der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Donnerstag. Eine mögliche Neujustierung der Infektionsschutzregeln soll erst in diesem Kreis vorgenommen werden.
 

RLP spricht sich für einheitliche Obergrenze bei Feierlichkeiten aus

Die Forderung nach einer einheitlichen Teilnehmer-Obergrenze für alle stößt in mehreren Bundesländern auf Widerstand. Eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa hat ergeben, dass neben Berlin, Hamburg, Bremen und Niedersachsen auch Rheinland-Pfalz eine einheitliche Obergrenze für Familienfeiern, Hochzeiten etc. befürwortet, um die steigenden Zahlen von Neu-Infektionen mit dem Coronavirus einzudämmen. Gegen eine einheitliche Obergrenze sind etwa Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Eine Verschärfung der Auflagen für private Feiern ziehen wieder weitere Länder, darunter Bayern, Baden-Württemberg in Erwägung, heißt es bei der dpa. 

 

RLP: Obergrenze liegt bei 75 Personen

In geschlossenen Räumen und im Feiern dürfen in Rheinland-Pfalz maximal 75 Personen miteinander feiern. Der Personenkreis muss dabei vorher festgelegt werden. Bereits ab morgen (Dienstag, 25.08.2020) sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen in Hessen aufgrund der vielen Corona-Infektionen in den vergangenen Tagen, verboten. 

 

Quelle: dpa