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Nordrhein-Westfalen: A1/Unna

Nach schwerem Unfall: Polizei fotografiert 50 Autofahrer beim Gaffen

Bei einem Auffahrunfall mit vier beteiligten Lkw auf der A1 Richtung Bremen verletzten sich gestern drei Autofahrer, zwei davon schwer. Leider spielten sich auf der Gegenfahrbahn wieder unglaubliche Szenen ab.

Diverse "Beinahe-Unfällen" dank der Gaffer

Dutzende Verkehrsteilnehmer, insbesondere Lkw-Fahrer, präsentierten ein offenkundig erkenntnisfreies Verhalten. Beim Vorbeifahren zückten sie ihre Smartphones und fotografierten bzw. filmten, wie die Rettungskräfte an der Unfallstelle mit der Befreiung und Versorgung der Eingeklemmten und Verletzten beschäftigt waren.

Es wurde versucht die schwerverletzten Unfallbeteiltigten in ihrer hilflosen Lage unmittelbar abzulichten und das aus möglichst optimaler Position (deutliche Reduzierung der Geschwindigkeit auf dem jeweiligen Fahrstreifen). Dieses sinnlose und rücksichtslose Verhalten der Gaffer führte auf der Gegenfahrbahn (Richtung Köln) zu "Beinahe-Unfällen", die nur durch die Reaktion anderer Verkehrsteilnehmer in letzter Sekunde verhindert wurden.

Im Blindflug über die Autobahn

Verschärfend kommt hinzu, dass die "Kamerakinder", während sie das Leid der Verletzten filmten, selbst im Blindflug über die Autobahn fuhren. Erst das Aufstellen des Sichtschutzzaunes beruhigte die Situation.

Rund 50 Unfallgaffer wurden fotografisch festgehalten. "Eine kleine Auswahl aus dem "Panoptikum" der Sinnlosigkeit haben wir an diese Meldung angefügt", heißt es in der offiziellen Meldung der Polizei: